Fernbeziehung


Fernbeziehung!

Es ist Winter in Neuseeland, arktische Kälte strömt durch die Ritzen unseres nicht isolierten Holzhauses. Altmodische Holzöfen heizen viele Wohnzimmer in Christchurch. Je nach Wetterlage wird diese Umweltverschmutzung während der Winter Monate (Windstille) verschlimmert. Hagley Park erscheint in einem Smok der gespenstisch wirkt, gerade am Abend zur Kamin Haupt-Feuer-Zeit. Juli ist der kälteste Monat im Jahr. Gewöhnlich versuchen viele in der kalten Jahreszeit, generell in den zwei-wöchigen Winter Ferien in wärmere Gefilde zu verreisen. Alle Haustier Unterkünfte sind bereits ein halbes Jahr vorher ausgebucht und Christchurch wirkt verlassen. Wer kann fliegt auf die Nord-Halbkugel aber auch Flüge nach Australien, Fidschi oder Rarotonga sind beliebt. Für meinen jüngsten Sohn und mich geht es nach Japan, denn dort lebt mein Mann seit Oktober 2015. 

Ein turbulentes Jahr liegt hinter uns. Nach zweijährigem Aufenthalt in Neuseeland wurde der Vertrag von meinem Mann verlängert. Die spezielle Anforderung IPENZ Ingenieur zu sein wurde von ihm erfüllt und es stand einer Arbeitsverlängerung nichts mehr in dem Weg. 

Für meinen ältesten Sohn war das Jahr 2015 das letzte Jahr in Neuseeland. Er nutzte es um so gut wie jedes Wochenende Segelfliegen zu gehen und im Dezember hat er endlich seinen Pilotenschein in der Tasche. Das letzte High School Jahr ist die 13te Klasse um den NCEA Level 3 zu bekommen. Diese Schule ist eine reine Jungenschule und neben Rugby gibt es noch allerlei anderer Sportarten, u.a. Fußball, auch als Weichling`s Sportart bekannt. Seit Januar 2016 lebt er in Deutschland und verfolgt weiter seinen Traum einmal Pilot einer großen Fluggesellschaft zu werden. Jede Wolkenformation kann er beim Namen nennen, doch Gemüsesorten werden als “irgendwas Grünes oder gelbes” definiert. Wäsche aufhängen ist auch nicht seine Stärke aber mit dem Segelflugzeug auf 7,600 m mit Thermik aufzusteigen ist ein Leichtes. Sein neues Lieblingshobby ist es Aktien via “Best Brokers” zu handeln und dazu wurde ich ebenfalls eingeladen. Jetzt habe ich auch ein neues Hobby.

Im November letzten Jahres kam mein Gatte schlecht gelaunt nach Hause. Er erzählte mir, dass sein Boss, der kein Ingenieur ist, ihm ein paar Papiere zur Unterschrift auf den Schreibtisch gelegt hat. Nach näheren Betrachten der Dokumente weigerte mein Mann sich diese zu unterschreiben. Seiner Meinung nach waren diese Dokumente schlampig aufgesetzt oder schlichtweg falsch. Als qualifizierter IPENZ Ingenieur konnte er von nun an gewisse Dokumente unterschreiben.

Bis dato hatte dies ein Ingenieur Beratungsbüro unterschrieben. Um Kosten zu sparen sollte dies von nun an von meinem Mann erledigt werden. Er investigierte das vergangene Jahr und fand insgesamt 15 Dokumente die “angeblich” ähnliche Fehler aufweisen. Daraufhin erklärte er seinem Boss, der als nicht-Ingenieur, evtl. dies so nicht einschätzen kann, dass dies untragbar ist.

Von dem Tag an wurde er nie wieder damit beauftragt diese Dokumente zu prüfen oder zu unterschreiben. Das Ingenieur Beratungsbüro  unterschrieb diese von nun an wieder.

Sechs Monate Jahr später bewarb er sich für einen neuen Job in Japan. Gesagt getan und im Oktober 2015 reiste er nach Japan ab. Zur Zeit der Bewerbung hofften wir, dass unser kleiner Sohn einen Platz an einer Internationalen Schule in Japan bekommen kann. Daraus wurde leider nichts, entweder waren alle Schulen bereits ausgebucht oder es wurden unmögliche Forderungen gestellt, die natürlich mit super hohen Schulgebühren kamen. Seine Freunde (& Freundin) waren in Neuseeland und er war sehr glücklich über diesen Ausgang. Die Deutsche Schule in Tokyo Yokohama kam für ihn auch nicht mehr in Frage. 

2 Jahre und 1 Monat werden wir eine Fernbeziehung führen. Die ersten 10 Monate sind schon rum. Von Oktober bis Dezember waren meine beiden Söhne mit mir in Neuseeland, doch seit Januar lebt mein Großer in Deutschland. Für uns alle ist dies eine enorme Umstellung. Seit letzten Jahr haben wir uns im Dezember, Januar, Mai und nun im Juli getroffen. Ein seltsames Gefühl, jedes Treffen ist wie ein neues kennenlernen. Die chaotische Mischung dieser zwei Kulturen ist sehr anstrengend. Wenn immer wir nach Japan zurück kehrten veränderte sich das Benehmen meines Mannes. Von locker zu spießig. Das liegt wohl an der Arbeitskultur in Japan. Eifersüchteleien gibt es natürlich auch, allerdings mehr von meiner Seite. Er scheint sich seiner sehr sicher zu sein :).

Jetzt ist es Sommer in Japan und seit zwei Wochen besitzen wir ein schönes Haus am Meer. Nun ja, den Blick auf das Meer gibt es nur von einem Zimmer aber immer hin. I love it!

Martine



Shirakawa, Japan



Shirakawa, Japan (martinemler) habe ich im Dezember 2014 mit meinem Mann besucht. Wir reisten mit dem Zug von Kyoto an und stiegen in Kanazawa aus. Danach ging es weiter mit dem Auto. Auf der Landkarte unten ist die Route mit dem Auto aufgezeigt.

Shirakawa, Japan (martinemler)    I visited Shirakawa in December 2014 with my husband. We took the train from Kyoto to Kanazawa and travelled the final stage of our trip with the car. The map shows only the car route from Kyoto to Shirakawa.




Die Bahnfahrt war nicht so atemberaubend. Es ging an endlosen Wohngebieten vorbei. Interessant waren die Einzelheiten in den vorbeifliegenden Häusern näher zu begutachten. Wie die Wäsche rausgehängt wird oder wie eng die Parkplätze geschnitten waren. Immer wieder schaute ich auf meine Mann der neben mir sass. Er fühlte sich pudelwohl. Das Erste was er machte als wir uns in den Zug setzten, er zog die Schuhe aus. Seine Socken sind Zehensocken. Leider gibt es die nur selten  in einer Farbe, er besass Zehensocken in grau/weiss geringelt :). Auf dieser Strecke fährt keine Shinkansen und Häppchen/Bierchen gibt es auch nicht. Seit gestern fährt die Shinkansen von Tokio nach Kanazawa  (seit dem 14. März 2015). Wir aber kamen von Kyoto.

The train ride was not that exciting. Endless residential areas flew past the window. Some details about daily life were interesting to see. How the laundry dried or how small the carports were. All the time I watched my husband who sat beside me and how comfortable he was. First thing after sitting down was taking off his shoes. He wore toe-socks. Unfortunately those are seldom uni coloured, his are white/grey striped :). On this train route no Shinkansen is operating and no o-bento/beverage service. Well, since the 14th of March 2015 the Shinkansen is operating between Tokyo and Kanazawa but we came from Kyoto. 

In Kanazawa sind wir direkt in den Bus umgestiegen um zum Flughafen zu kommen. Dort sollten wir unser Mietauto abholen. Es war bitterkalt als wir mit dem Zug in Kanazawa ankamen und für mich zu kalt um an der Bushaltestelle zu warten. Im Konvini gab es heißen Kaffee und dort wollte ich warten. Nach japanischen Anstand Verhalten konnte ich aber die Koffer nicht mit in den Konvini nehmen. Mein Mann brachte die Koffer an die Bushaltestelle und lies sie dort stehen, damit wir in Ruhe unseren Kaffee im Konvini trinken konnte. Das machte mich total nervös aber Japan ist sicher und mein Mann hatte volles Vertrauen darin, dass niemand die Koffer wegnimmt. Innerlich (!) schüttelte ich meinen Kopf.

In Kanazawa we had to take the bus to the airport. Our rental car company was located at the airport. It was bitter cold when we arrived and to cold for me to wait at the bus stop. I wanted to get a coffee at the Konvini but it was not allowed to take my luggage with me, well it was not prohibited but it was Japanese common sense not to bring it into the shop. My husband left our luggage at the bus stop, so we could drink a hot coffee at the konvini. This made me nervous and I still cannot get used to the idea that nobody will take the luggage. Japan is safe and my husband knows it. Nobody will take our suitcases. But my inner voice or mind said NO!

Er hatte sich einen Prius bestellt, himmelblau! Hier sprach niemand Englisch.

He ordered a Prius, skylue! Nobody spoke English.

Die Kanazawa Autobahn ging zwar am Meer entlang aber hohe Zäune versperren die Aussicht.  Es regnete und die dominierende Farbe vom Vormittag war grau. Später bogen wir Richtung Osten ab und die Autobahn führte durch viele Tunnel in die Berge. Der Regen verwandelte sich in Schnee und die Welt war mit einem weissen Teppich bedeckt. Wir waren in einer der schneereichsten Region der Welt angekommen Gifu/Toyama Präfektur. 

The Kanazawa Highway goes along the seaside but high fences blocking the view. It was raining and the color grey dominated for the whole morning. We turned soon to the East in the direction to Shirakawa through many tunnels and into the mountains. Rain turned into snow and the world was covered under a white thick blanket.  We arrived in the one of the richest snow region in the world Gifu/Toyama Prefecture. 

Ich fragte mich immer wieder, wie die Straßen schneefrei gehalten werden. Die Antwort: "Mit heißem Quellwasser". Diese zwei Fotos stammen aus Echigo-Yuzawa, ich kann mich an diese Bewässerung aber nicht in Shirakawa erinnern. Ich habe viele Mini Bagger gesehen, die Schnee wegschaufelten!

I am curious on how Japan clears their streets from snow. In Europe we use lots of salt. Well, the answer is: "with hot spring water". These two photographs are taken in Echigo-Yuzawa. However I cannot remember seeing them in Shirakawa but I saw lots of tiny excavators. 





warmes Quellwasser befreit die Strassen von Schnee

warmes Quellwasser befreit die Strassen von Schnee

SHIRAKAWA - Ryokan "Bunroku Gassho-Zukuri"

Wir kamen gegen Nachmittag in Shirakawa an. Es ist auch bekannt als Shirakawa-go und gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Zuerst mussten wir unsere Unterkunft finden und die lag in einer Nebenstrasse mit viel Schnee.

We arrived in the afternoon in Shirakawa, also known as Shirakawa-go and it belongs to the UNESCO World Heritage. First things first, we needed to find our accommodation and this one was located in a backstreet.

Shiragawa ist berühmt für Häuser die im Architekturstil der Gasshō Zukuri gebaut werden,  übersetzt heisst das: "Stil der zum Gebet gefalteten Hände". So hieß auch unsere Ryokan:

Shirakawa is famous for the architecture style Gasshō Zukuri.  It means "praying hands", that was also the name of our Ryokan.


Bunroku Gasshō Zukuri

Als wir in unserer Ryokan (traditionelles japanisches Hotel) ankamen und die Anmeldung abgeschlossen war, führte uns die Hausmutter zu unserem winzigen Raum. Es war so kalt in dem Zimmer, dass wir unseren Atem sehen konnten. Für einen Moment setzten wir uns an den japanischen Wintertisch, die Kotatsu und wärmten uns auf. Unsere Füße wurden warm aber unsere Nasen waren rot. Als wir die Shoji Türen öffneten hingen die Eiszapfen vor dem Fenster und ein kleiner Teich lag malerisch im Garten hinter dem Haus. Der kleine Öl-Ofen im Zimmer hilft gegen die Kälte aber wahrscheinlich wären wir in der Nacht vom Kohlenmonoxid-Ausstoß erstickt. Auf dem Ofen stand auch eine Warnung, dass wir diesen nicht in der Nacht laufen lassen dürfen (auf japanisch).

After our arrival at the Ryokan (japanese traditional hotel) and check-in the host, a woman, showed us our tiny room. It was so cold, we could see our breath. For a while we try to warm up at the japanese winter table (Kotatsu). Our feets got warm but our noses were still red from the cold. When opening our shoji doors we saw icicle in front of the window and a beautiful small pond in the backyard. A small oil furnace helps to get the room warm but we might die of Carbon monoxide poisoning during night. There was a warning sign on the furnace in Japanese that we were not allowed to run the oil furnace during night. 

Unser Raum in der Ryokan! Our room!

Trotzdem genoss ich jede Minute dieses Kultur-Schocks. Dies ist nicht die erste Ryokan in der ich übernachte. Doch dies ist wohl die authentischste in der ich jemals war. Abgesehen von den super modernen Toiletten! In unserem alten Haus in Yokohama gab es ebenfalls Shoji Türen und wenig Isolierung aber es war nie so kalt, dass wir Eiszapfen vor dem Fenster hängen hatten. Dafür hatten wir aber Heizdecken im Bett. In Neuseeland werden diese Heizdecken ebenfalls auf der Südinsel benutzt.  Nicht aber in der Ryokan in Shirakawa. Wir mussten unsere Futons nach dem Abendessen ausbreiten und hatten eine extra Wolldecke für die Nacht. Es war so kalt, unglaublich das wir trotzdem schliefen. Ich hatte Angst, dass meine Nasenspitze abfror :). Morgens wurden wir von der Hausmutter zum Gemeinschaftsfrühstück geweckt. Auch Abends aßen alle Gäste zusammen. Hier ein  Bild von Frühstück und Abendessen, es schmeckte hervorragend:

Still I enjoyed every minute of this culture shock. This is not my first time staying in a Ryokan but the most authentic one, if I ignore the super modern toilets. In our old house in Yokohama we had also shoji doors and the insulation wasn't existing and we had never icicles in front of our window. We had electric blankets instead. In New Zealand it is the same story, at least on the South Island. Well, this wasn't the case in Shirakawa, we got an extra wollen blanket for the night. I cannot describe how cold it was and we slept, I was afraid that my nose tip will freeze off :). Every morning the host will wake up all guests to have a joint breakfast. Even at night we had a joint dinner. I took a  photo of breakfast and dinner and it tasted delicious:




Das Schöne an dieser Erfahrung war, dass mein Mann zu mir sagte, dass diese Ryokan ihn an die Ryokan erinnerte, die seine Eltern hatten als er ein kleiner Junge war. Jedes Jahr wurden mehr Zimmer angebaut. Das Haus verlängerte sich jedes Jahr und der Weg vom Eingang zu dem Zimmer meines Mannes verlängerte sich ebenfalls jedes Jahr, da er sein Zimmer am Ende des Hauses lag.

This great experience reminded my husband of his childhood. His parents owned a Ryokan just like this one. Every year they would attach a new room or two to the house. So each year his room would be the last room and the way from the entrance to his room would be longer. 

Das Dörfchen liegt am Shirakawa Fluss, übersetzt heisst das weißer Fluss und im Frühjahr dürfte die Gischt den Fluss tatsächlich weiss erscheinen lassen. Frostig sieht er auf jeden Fall aus.

The village is situated at the Shirakawa river, well it means white river and I believe in Spring the spume will turn the river white. It looks frosty already!



Wie immer habe ich zu viele Bilder gemacht und auch diesmal in einer Diashow zusammengefasst.

Like always, I took to many photos and summarised them into a slideshow.




ARCHITEKTURSTIL - ZUM GEBET GEFALTETE HÄNDE / GASSHŌ-ZUKURI
ARCHITECTURE STYLE - PRAYING HANDS / GASSHŌ-ZUKURI

Hier ein paar meiner Lieblingsfotos. Auf diesen sind die Häuser besonders schön. Meistens bestehen diese Gebäude aus ein oder zwei Stockwerken. Es gibt aber auch drei Stockwerke. Durch die Bauweise und der Kombination der Strohabdeckung halten die Häuser den schweren Schneefällen in der Region stand. Die Dächer sind bis zu 60º steil, dass trägt auch dazu bei, dass der Schnee einfacher heruntergleitet, wenn es die Witterungsbedingungen zulassen. Diese Strohabdeckung erinnern an die Reet-Dächer von Norddeutschland.

Following a few of my favourite photos of those houses. Usually there are one or two storey buildings. Some have three storeys. The combination of the specific construction and thatching allows the houses to withstand the elements and shed the weight of the region's heavy snowfalls in winter. The roofs are up to 60º steep, which helps the snow to slide down if the weather conditions are suitable. The thatching roof reminds me of North Germany.











SEIDENRAUPENZUCHT UND SALPETERPRODUKTION
SILK AND GUNPOWDER PRODUCTION

Die oberen Räume oder Stockwerke der Häuser wurden gewöhnlich für die Seidenraupenzucht verwendet. Im Erdgeschoss oder Parterre wurde Salpeter hergestellt. Die Blätter der Maulbeerbäume wurden für die Seidenraupenzucht benötigt und ebenfalls zur Herstellung von Japan Papier benötigt und dieses wurden auch in den Gebäuden gelagert. 

The upper floors were reserved for silk farming. The ground floor was used for gunpowder production. The leaves of mulberries were used for the silk farming and to produce japanese paper. Those leaves were also stored in this buildings.

Seiden-Produktion / silk production

Dachstuhl / third floor






Dies sind die unteren Räume und das Bild mit der Feuerstelle erinnert an unseren Frühstücksraum in der Ryokan in der wir übernachteten.

This shows the ground floor. The fire place reminds me of our ryokan's breakfast room. 

Erdgeschoss / ground floor




Und zum Schluss ein süßes Bild aus dem Andenkenladen. Hier werden Puppenhäuser im Format dieser Gasshō-Zukuri verkauft.

The last photo shows a doll house size gasshō-zukuri. I spotted this in the souvenir shop.



Wir hatten eine schöne Zeit in Shirakawa und mein Mann hat vieles an die Vergangenheit erinnert. Gerne wäre ich länger geblieben aber da mein Mann alles wunderschön strategisch geplant hatte waren wir ganze zwei Tage in Shirakawa und es ging weiter mit dem Auto und dann mit dem Flugzeug nach Tokio. Davon hatte ich in einem vorherigen Betrag bereits berichtet. Park Hyatt Hotel Tokyo!

We had a great time in Shirakawa and my husband reminded a lot of things about the past. I would have loved to stay a little bit longer but this trip was planned by my husband and it is a real Japanese planning. Therefore we stayed only two days in Shirakawa. Germans like to stay at least for a week :). We drove back to Kanazawa and took a plane to Tokyo. In a previous post I talked about the Park Hyatt Hotel in Tokyo!






XOX
Martine




Arrabbiata Sauce




Heute zeige ich Euch in einem youtube Video wie ich Arrabbiata zubereite. Es ist ein Lieblingsgericht von meinen Söhnen, gerade mein Ältester liebt Arrabbiata. Wir haben es in Dubai entdeckt, eigentlich kommt es aus der Latium Region in Italien. Es erinnert uns aber an Dubai.

Today I will show you in a youtube Video how I cook Arrabbiata. It is one of my sons favourite dishes. Especially my eldest son loves it. We discovered Arrabbiata during our time in Dubai but it is originally from the Latium region in Italy. It reminds us of Dubai.

Mein Sohn wird im nächsten Jahr nach Deutschland gehen und dort studieren. Natürlich wollte ich ihm ein Familien-Kochbuch mitgeben. Doch die Idee, dass er kocht und mich gleichzeitig auf dem Video sehen kann fand ich super. Gleichzeitig kann ich dies mit Euch teilen.

My son will leave to study in Germany in the next year. I wanted to create a family cooking book for him to take it to Germany but I like the idea that he can cook and see me at the same time on youtube. At the same time I can share this with my readers.





Es ist nicht perfekt aber für das erste Mal bin ich zufrieden. Jetzt können meine Söhne mit mir kochen, selbst wenn ich nicht vor Ort bin.

It is not perfect but I am happy with the result since it is the first time. Now, my sons can cook with me and it does't matter if I am not there. 

Wahrscheinlich fällt Euch auf, dass dort Martina statt Martine steht. Nun, dass liegt daran, dass ich unter einem Pseudonym schreibe aber für meine Söhne möchte ich dies lieber mit meinem richtigen Namen posten. Ab sofort findet ihr unter Martina's Daidokoro mehr über unsere Küche Zuhause und natürliche auch japanische, singapurische und deutsche bzw. mehr norddeutsche / preussische Gerichte. Ich habe kochen von meiner Oma gelernt und sie kam aus Ost-Preussen. Die Zutaten habe ich nochmals nach dem Video aufgelistet. Ich spreche deutsch im Video und ich habe englische Untertitel.

You might realise that the video says Martina's daidokoro and not Martine. This is because I write under a pseudonym but for the cooking videos I would like to use my real name. From now on you will find our recipes under Martina's daidokoro. I am from north Germany, lived in Singapore, Dubai and Japan. Of course I will cover some highlight dishes we discovered during our time abroad. My roots in cooking is based on  East Prussia, a region my grandmother comes from & north Germany. I learned a lot from her. The ingredients I list here but it is included in the video. The language of the video is German but with English subtitles. 





Entschuldigungsschreiben für meinen Teenager! - An apology!


Teenager
Ich glaube ich habe heute die lustigste Entschuldigung meines Lebens für meinen Teenager geschrieben. Ehrlich währt am längsten. Meine Söhne sind jetzt 15 und 17 Jahre alt und der Kleine (!) ist fasziniert von Body Building und natürlich werden viele Witze über Teens gemacht, die breite Schultern haben und Stäbchen als Beine. Davon hat er auch gehört. Nun, er dachte sich, dass er das durch gutes Training ändern kann. Das Ergebnis: Richtig schlimmer Muskelkater, Schule fällt aus. Normalerweise bin ich sehr streng, die Kinder sind immer in der Schule aber in diesem Fall bin ich machtlos. Er kann seine Knie nicht beugen, läuft also wie eine steife Barbie Puppe die sich an den Wänden abstützt. Würde ich darauf bestehen, dass er in die Schule geht, würden sich alle über ihn Lustig machen. Also habe ich die folgende Nachricht verfasst:

Teenager
I think I wrote the funniest excuse of my life for my teenager today. Keep it honest. My sons are 15 and 17 years old and the little one (!) is fascinated by body building and of course there are a lot of jokes around about teenager going to the gym. Wide shoulders and chopstick legs. So he had heard this as well. Well, he thought, he can change this in doing lots of exercise with his legs. The result: Really bad sore muscle pain, no school. Usually I am very strict, the kids have to go to school but in this case I am powerless. If I insist that he goes to school, he would be at the end of all jokes in school. He cannot bend his knees and walks like a stiff barbie doll, holding on to the walls. So I phrased my email to his teacher as follow:

                 Mein Sohn, ............, kann heute nicht zur Schule kommen, da er sein Body Building
                 Training im Fitness Studio übertrieben hat. Kurz gesagt, er kann nicht normal gehen wegen
                 seines Muskelkaters. Dies ist eine sehr peinliche Entschuldigung und gestern habe ich ihm
                gesagt, dass er in die Schule gehen muss. Jedoch muss ich einsehen, dass er mit Sicherheit
                nicht fähig ist in die Schule zu kommen.

                       My son, ..................., cannot come to school today. He has overdone his body building              
                       exercise in the gym and due to his muscle soreness he simply cannot walk in a normal 
                      way. This seems to be a very awkward excuse and I told him yesterday that he has to go 
                      to school. However I realise he is definitely not able too. 


XOX
Martine

Devils Punchbowl Waterfall, Neuseeland - kein Eintrittsgeld

Devils Punchbowl Waterfall @ Arthur's Pass

Arthur's Pass (martinemler) liegt ungefähr 2 Stunden westlich von Christchurch laut google map. Die Landstraße führt durch die Canterbury Ebene langsam hinauf in die Berge. Wir brauchten etwas länger, knapp 2.5 Stunden.

Arthur's Pass is about 2 hour drive from Christchurch according to google map. However we needed 2. 5 hrs to get there. It is a one lane highway through the Canterbury plains slowly moving up into the Western Alps.




Am Arthur Pass Informations Zentrum könnt ihr für weitere interessante Auskünfte anhalten. Der Start der Route zum Wasserfall ist ungefähr 50 m vom Zentrum. Es ist ein sehr einfacher Spaziergang  und am Anfang überquert man mit einem Sprung einen kleinen Bach im Sommer. Ich weiss nicht wie dies im Winter oder Frühjahr aussieht aber es dürfte nicht so schlimm sein. Danach geht es über eine kleine Brücke über den Bealey Fluss, dort ist eine Tafel aufgestellt, die einen Einblick in den lokalen Bergbau gibt. Der Weg führt rechts wieder über eine Brücke den Hügel hoch. Es gibt viele Treppen. Eigentlich braucht man weniger als 1 Stunde für den Hin- und Rückweg.

More information are available at Arthur's Pass visitor center. The car park is located 50m from the visitor center. The walking track to the waterfall takes around 20 minutes and you are back in less than an hour. It is a simple walk with a tiny creek at the beginning, you cross that with a jump. I am not so sure about other season but in summer the creek almost vanishes. After that there is a bridge over the Bealey River. On the other side is a small historical information about local mining. Going to your right where another bridge crosses the Bealey river again, it goes up into the hill with many man made stairs. You need less than an hour for this trip.

Dies ist ein sehr gemütlicher Halbtagesausflug von Christchurch und unsere Teenager waren begeistert, obwohl die lange Fahrt etwas abschreckte. Auch im Sommer benötigt man eine Grundausrüstung, wie Merino & Regenjacke. Das Wetter ist nicht vorhersehbar. 

This is a very comfortable half day trip from Christchurch and our teenager loved it, although the drive from Christchurch was a little bit to much. In summer it is usually warm but even then you need a basic equipment like rain jacket and merino. The weather is unpredictable. 


Ich habe so viele Bilder gemacht, dass ich daraus einen kleinen Film machen konnte :).

I took to many photos I made a movie out  of it :).



Wenn man weiter in Richtung Westküste fährt kommt nach ca. 15 Minuten ein Aussichtspunkt für den man rechts abbiegen muss. Dort findet ihr diese schöne Aussicht:

If you drive a little further down Highway 73 you will find this outlook approx. 15 minutes after the Waterfall. It is on the right side of the road. A real surprise.

Highway 73 

Und dieses pfiffige Kerlchen lungerte am Parkplatz herum:
And you will find this little naughty bird prowling around the car park:


Diese Vögel oder Papageien sind Schädlinge in Neuseeland und wurden bis Anfang der 70ziger Jahre rücksichtslos gejagt. Sie sind sehr verspielt und neugierig. Fressen gerne die Gummis von Autofenstern oder die Verkleidungsleisten von Autotüren. Ausserdem sollen sie sich manchmal an Schafen vergreifen und deren Nieren fressen. Ziemlich grausam.

These birds or parrots are considered pests in New Zealand and until the early 70's they were hunted for bounty due to concerns by the sheep farming community that it attack livestock. They are very playful and curious. Love to eat the rubber of the car window or rip the trim holding from car doors.

Deutsch

Fakten / Facts

Devils Punchbowl Waterfall
Neuseeland, 1/2 Tag Südinsel, Canterbury, Arthur`s Pass, Anfahrt mit dem Auto oder Zug, Eintritt frei.
New Zealand, 1/2 day South Island, Canterbury, Arthur's Pass, arrive with the car or train, this attraction is for free

- Kategorie: Familienausflug
- Category: Family trip
- Aktivität: Wandern
- Activity: tramping
- Dauer des Wanderweges: 1 Std.
- Time for the walk: 1 hr
- Reisezeitraum: Januar
- Travel time: January
- Reisedauer: 1/2 Tag
- Travel time: 1/2 day
- Lufttemperatur zur Reisezeit: 12.2-22.5 C
- Temperature: 12.2-22.5 C
- Luftfeuchtigkeit: 72.9%
- Humidity: 72.9%
- Wassertemperatur zur Reisezeit: -
- Water temperature: -
- Abfahrtspunkt: Christchurch, Neuseeland
- Point of departure: Christchurch, New Zealand
- Reisegefährt: Auto
- Travel with: Car
- Hotel: -
- Bewertung bei Trip Advisor: Von 54 Rezessionen 28 mit Excellent bewertet aber dies ist unter Visitor Center bewertet. Eigentlich gibt es keine keine Kategorie "Devils Punchbowl Waterfall"
- Review on trip advisor: Around 54 reviews, 28 positive
- Lage: etwa 2 Stunden Autofahrt von Christchurch (146 km)
- Travel time to location: Approx. 2 hr car drive from Christchurch (146 km)
- Ort: Arthur`s Pass auf der Südinsel Neuseeland, Canterbury
- Location: Arthur's Pass, South Island, New Zealand, Canterbury
- Verpflegung: Selbstverpflegung
- Povisions: Self
- Preis: frei
- Cost for attraction: free


XOX
Martine

Vorstellungsgespräch (Christchurch)



Christchurch (maritinemler) In Deutschland werden Vorstellungsgespräche bis in das Detail analysiert. Es kommt darauf an sich von seiner besten Seite zu zeigen. Dies fängt mit der schriftlichen Bewerbung an, geht über die richtige Kleidung zum Vorstellungsgespräch, das Vorstellungsgespräch ansich, bis hin zur Verabschiedung. Die erste Hürde ist geschafft, wenn Der Telefonanruf zur Einladung zum Interview kommt. Personaler fragen genau nach und mit Tricks wird das Gemüt des Bewerbers getestet und dessen Charakter erforscht. Original Zeugnisse werden entweder gleich oder später in der Personalabteilung vorgelegt und vergangene Arbeitszeugnisse  auf Wortlaut geprüft. 

So und ähnlich stelle ich mir Vorstellungsgespräche in allen Ländern der Welt vor, dem ist nicht so. Ich bin wieder für den Arbeitsmarkt zu haben und bewerbe mich fleißig für die doch sehr dünn gesäten Marketing und Veranstaltungs-Jobs in Christchurch, auch bin ich nicht sehr wählerisch, Hauptsache Arbeit in meinem alten Job. Meistens schaffe ich es zu den Vorstellungsgesprächen und heute berichte ich von einem dieser Gespräche. 

Gegen 13.00 Uhr sollte ich mich vorstellen, wie immer war ich eine halbe Stunde zu früh. Einen riesigen schwarzen Ordner in den Gepäcktaschen meines Fahrrads, im schwarzen Anzug, weisser Bluse und mit eleganten Stöckelschuhen schoss ich auf meinem Rennrad an der wartenden Autoschlange vor der roten Ampel vorbei. Tower Junction, hier irgendwo in der Nähe sollte das Büro in einer Seitenstraße sein. Auf Facebook hatte ich bereits erfahren, das ca. 8732 Menschen die Seite als "ich mag" markiert haben. Eine liebevolle Mitte Fünfziger Rezeptionistin empfing mich im 50qm Großraum-Büro im Erdgeschoss. Dahinter zwei weitere Räume, beide rund 25qm gross. Außer der Rezeptionistin sassen noch zwei weitere Bürokräfte im Raum, der insgesamt vier Schreibtische hatte. Eine überschaubare Firma dachte ich, mein letzter Arbeitgeber hatte 80 bis 100 Schreibtische in einer Halle ....

Ich wartete bis 13.20 Uhr und in der ganzen Zeit gab es einen hereinkommendes Telefonat. So, dass war mein erster Test, wie lange ich warte ohne zu murren dachte ich mir. Aus dem hinteren Raum kam ein Mann in der Lebensgröße von Tom Cruise und dem Fashion Sense von Peter Madrigal aus Vanderpump Rules, nur dass mir Peter lieber gewesen wäre mit seinem Hemd offen bis zum Bauchnabel. Nach einem vergesslichen Händeschütteln wirbelte der Mini Torrero herum und fragte mich, ob ich ein Glas Wasser möchte. Nein Danke erwiderte ich, oh sagte er, vielleicht bin ich ja nervös! Nein, aus dem Alter bin ich heraus gewachsen. (..... mein Kopf sagte mir, dass ich das hätte besser antworten können :)).

Im Büro nahm er Platz an seinem Schreibtisch und eine junge Frau neben mir, die Marketing Managerin. Draußen tobte inzwischen ein kleiner Tornado und besorgt schaute mein evtl. zukünftiger Boss aus dem Fenster. Hin und her gerissen zwischen der Entscheidung, ob ich oder der Mülleimer wichtiger ist. Dieser sauste gerade am Fenster vorbei mit Kurs auf sein nagelneues Auto oder war es ihr Auto, so ganz habe ich das nicht mitbekommen. Seine Management Fähigkeiten blickten durch, dass Auto musste vom Mülleimer gerettet werden und wer konnte dies besser als .... die Marketing Managerin. Diese wurde also vor die Tür geschickt, die Terrassentür die direkt vom Büro des Chefs auf den Hinterhof geht flog regelrecht auf. Wir schauten hinterher, super Aussicht auf den nackten Hintern der Dame, ich glaube man nennt das Commando im amerikanischen, der Wind fegte den Rock hoch. Mein evtl. zukünftiger Boss seufzte, oh, jetzt habe ich ihren Po gesehen als der Rock hochflog, oh, das gehört sich nicht, während er dies sagte versteckte er seinen Kopf unter dem Schreibtisch, blickte dann hoch, mit der rechten Hand vor den Augen aber einem Peekaboo Spalt um nachzuschauen, dass ihr auch ja nichts da draussen passiert. Ich dachte so bei mir, dass hätte er jetzt nicht laut sagen müssen, oder? Was das Absicht? Test?

Ich war absolute amüsiert, dass war besser wie im Kino. 

Die Marketing Managerin kam wieder rein, in ihrem kurzen Rock. Endlich gab es Aufmerksamkeit für mich, ob ich Fragen hätte? Ja, ich hatte eine, warum man gerade mich interviewen wollte, wollte ich wissen. 

evtl. zuk. Boss: Nun, er möchte gerne jemand älteres im Büro haben. 
Ich: .... right (ging runter wie Öl, seine Frau wollte jemand Älteres im Büro war meine Interpretation)
evtl. zuk. Boss: Sie sind eigentlich überqualifiziert aber sie haben so wie ich in vielen Ländern gewohnt. Ich habe in Australien, Süd Afrika ...... bla bla bla

----- 20 Minuten später ------

Ich: .... (meine Aufmerksamkeit ist irgendwo zwischen Australien, Kinder und Ehefrau zu, was wollte ich nochmal heute Abend kochen .... übergegangen)

evtl. zuk. Boss: Erzählen sie mal was sie bisher gemacht haben.

Ich: ..... erkläre alles bis in das Detail.

evtl. zuk. Boss: Also haben sie nur Veranstaltungen gemacht!

Ich: Nein, Marketing ..... und noch einmal.

evtl. zuk. Boss: Kann ich mein Mittagessen essen während sie erzählen?

Ich: Klar! (Das muss eine Testfrage sein..... Nein, war es nicht, er kaute schon)

evtl. zuk. Boss: Oh, meine Frau musste ihre Karriere auch aufgeben und ist total frustriert wie sie, wie gehen sie damit um.

Ich: .... (der hat wohl was an der Waffel der Typ) .... aehm ich bin nicht frustriert ... (doofe Antwort, denke ich aber was soll man darauf antworten?).

Marketing Managerin: Oh, ich habe einen Test für sie. Bitte schauen sie sich diese Werbung an und sagen mir was daran falsch ist!

Ich: .... (ach du Schreck, ist die aus dem Jahr 1970? Soll ich das Design jetzt kritisieren oder den zwei Seiten Text auf 4cmx4cm, oder fragt sie nach dem Datum - oh, ich will den Job nicht.... sag was dummes, irgendwas, nur weg hier)
Keine Ahnung was damit falsch ist.

evtl. zuk. Boss: Oh oh, ich will, ich will .(kauend, schmatzend) .... aaaah, dass Datum ist falsch ....

Ich: .... (Wirklich :))

Marketing Managerin: Welche Marke würden sie sein, wenn sie ein Marke wären?

Ich: .... (Nee oder.... dass haben die mich jetzt nicht gefragt ... ich wette 1000 Doller, dass er sagt, dass ich eine gute Flasche Dom Perignon sein könnte). Keine Ahnung, Ed Hardy ist nicht mein Style, alle französischen Marken wie Coco Chanel, vielleicht. (Oh, ich hasse das).

evtl. zuk. Boss: Oh, zu Dir würde gut die Marke Dom Perignon passen.

Ich: .... (Wirklich .... James Bond Girl ... mir reisst gleich der Geduldsfaden - dass ist nur ein Schreibtischjob und hat fast nichts mit Marketing zu tun, ausser dass es im Titel beinhaltet ist, dies ist nicht Vogue denke ich mir. Hätte ich Dom Perignon gesagt, hätte er mich wahrscheinlich eingestellt "grins").

Zum Abschluss wurden noch ein paar Fragen zu meinem vorherigen Arbeitgeber in SINGAPUR gestellt .... und meine Qualifikationen, Designs, Marketing Pläne etc. wurden keines Blickes gewürdigt. 

Danach ging es nach Hause und ich habe den Job Gott sei Dank nicht bekommen. Es gibt noch ein paar mehr Beispiele, die ich vielleicht mal niederschreibe aber ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass keine tiefere Psychologie eine Rolle in irgend einem Interview gespielt hat. Christchurch ist irgendwo in den 70 Jahren hängen geblieben. Die Opening Ceremony für den ISS Cricket World Cup wurde so amateurhaft gehandhabt, dass ich fast glaube, dass hier ein paar Hobby-Veranstalter am Werk waren.

Mit viel gute Laune grüße ich Euch!

XOX
Martine




Grenzkontrolle Neuseeland / Grosseinkauf Japan

MacBookPro Dez. 2014 Yodobashi-Camera

In dem 11 Stunden langen Flug von Tokio nach Christchurch hatte ich viel Zeit Pläne für Neuseeland zu schmieden. Japan war wie immer epic wundervoll und meine gute Laune auf dem Höhepunkt. Nun ging es zurück nach Hause, dem Land der wundervollen Landschaften, kahlen Berge und bitterkalten Schlafzimmern. Halleluja oder Määääh! Als wir am Flugsteig sassen lass ich kurz die Nachrichten in der lokalen Zeitung. Die Temperaturen schienen sich gehalten zu haben. Sommer und plötzlich freute ich mich auf Neuseeland! 

Japanischer Whiskey
DUTY-FREE am FLUGHAFEN 
Davor bummelten wir durch die Duty Free Läden des Tokioters Flughafen. Der leergefegte Drogerie Laden direkt rechts nach der Passkontrolle in Richtung unseres Flugsteigs führte nicht mein Lieblings-Parfüm (Gaultier) und kostengünstige Cremepackungen von 20,000 Yen aufwärts sind nicht mein Ding. Die Verkäuferinnen waren in der Mehrzahl, ich die einzigste Kundin. Ich flüchtete hinüber in den Spirituosen Laden, wo mein Mann sich gerade mit viel Liebe eine Flasche Whiskey aussuchte. Verwundert schaute er mich an, ich war schon wieder da ohne Einkaufstüte? Er konnte sich nicht entscheiden, Suntory oder Hibiki. Kurz danach verliessen wir den Laden mit zwei Flaschen Whiskey. Unsere nächste Anlaufstelle war der Spezialitäten / Souvenirladen quer gegenüber und dieser war proppenvoll mit Reisenden. Hier gab es Macha-Pagoden-Schokolade aus Kyoto, Wasabi Kekse und andere japanische Kuriositäten um die lieben daheimgebliebenen Freunde damit zu beglücken. Vollbepackt erschienen wir am Flugsteig. Wir hatten bereits vor zwei Wochen 2x 23 kg extra Gepäck bestellt. Also vier grosse Hartschalenkoffer plus Handgepäck und Tüten. Wir schleppten Computer, Computerteile, Kochutensilien, Reis aus Niigata (!!!), Regenschirm den mein Sohn einpackte für die Schweiz und ihm dann in Japan auffiel, dass er den wahrscheinlich nicht braucht aber seinen Kompass wollte er schon noch mitnehmen, sowie seine Handtaschen Wetterstation. Ausserdem massenhaft Klamotten von Uniqlo. Alles war so viel billiger im Vergleich zu Neuseeland. 

Akihabara


DUTY FREE außerhalb des FLUGHAFENS

Bei unserem ersten Ausflug in Yokohama ging zu Yodobashi Camera und später nochmal zu Yodobashi Camera in Akihabara. Mein Kleiner ist in Bitcoin, genau die Bitcoin Börse, die letzte Nacht verschwand. Jetzt ist mein Sohn um 0.00001 Bitcoin-Pfennig ärmer, da er erst im Januar damit anfing.... Im zarten Alter von 15 Jahren bereits seinen ersten Börsencrash überlebt. Er kaufte sich alle möglichen Einzelteile um einen Computer zusammenzubauen. Graphic-Karte, Motherboard, Power Supply and den ganzen anderen Schnick/Schnack den ein 15-jähriger braucht und sich einfallen lässt was er braucht und was seine Freunde denken was er braucht. Viermonatiger Terror! Endlich Weihnachten vor der Tür. Abgesehen von der Pleite des Bitcoin Geschäftes ist der Computer ein voller Erfolg. Mein Großer dagegen kaufte sich von seinem Weihnachtsgeld eine digitale Kamera. Zuerst wollte er eine Go-Pro Camera aber nach langen hin und her entschied er sich für ein älteres Model der digitalen Nikon Compact Version. Alle diese Sachen werden steuerfrei verkauft, wenn man seinen Reisepass vorlegt. Einkaufsparadies Japan!

Natürlich kam auch ich nicht drumherum etwas äußerst günstig einzukaufen, ein neues Macbook Pro!


GRENZKONTROLLE NEUSEELAND

Wir sassen in einer Boing 767-300, dies musste ich mir merken, mein ältester Sohn A. würde mich bestimmt danach fragen. Ein riesiger Spass sind die Sicherheitsvideos von Air New Zealand. Mit viel Liebe für das Detail werden diese Kunststücke hergestellt. Auf unserem Hinflug nach Tokio hatten wir uns dieses Video schon einmal angeschaut, beim zweiten Ansehen fallen einem viel mehr Details auf. 



Ich sass mit Vorfreude im Flieger und schaute mir die Passenger Arrival Card (Einreisekarte Neuseeland) genau an. Mein Mann schlief bereits neben mir, wie immer, sobald das Essen verschwand zog er sich seine Schuhe aus und nickte ein bis zum nächsten Essen. 
Beim näheren Betrachten der Passenger Arrival Card dachte ich an die Fernsehsendung Border Control, jeden Dienstag oder Mittwoch gibt es diese im lokalen Fernsehen zu sehen. 

Hier ist die Link. Wahrscheinlich ist es nicht möglich diese außerhalb von Neuseeland anzuschauen. Mit Thor Browser müsste es funktionieren.



Dramatisch wird dargestellt wie die Neuseeländer ihre Grenzen vor Pflanzen, Tieren oder mitgeführten Lebensmitteln schützen. Immer wieder werden Reisende durchsucht. Jeder Neuankömmling erhält eine Passenger Arrival Card und akribisch wird hier nachgefragt. U.a. 



Alles muss wahrheitsgemäß beantwortet werden, ganz besonders diese Frage. Reisende die ihr Lieblingsessen aus ihrem Heimatland mitbringen geben oft an, dass sie keine Lebensmittel mit sich führen. Eine falsche Angabe kostet viel Geld und das Lieblingsessen verschwindet meistens im Mülleimer. Selbst Kleinigkeiten können einem zum Verhängnis werden. Eigentlich darf man alles nach Neuseeland bringen, auch Reis, solange dies angegeben wird. Natürlich gibt es Ausnahmen und auf dieser Link gibt es eine detaillierte Beschreibung: http://www.newzealand.com/de/feature/on-arrival-immigration-customs-and-biosecurity/




PASSKONTROLLE / ZOLLKONTROLLE

JA für uns zu "Im Ausland erworbene Waren über 700 NZ$". Fast wäre ich bei der Zollkontrolle durchgewinkt wurden aber nein, ich machte nochmals darauf aufmerksam und für die nächsten 30 Minuten kam für uns alles zum Stillstand. Irgendwie wussten die Zollbeamten nicht so richtig was sie mit uns anfangen sollten. Dann stellten sie fest, dass mein MacBookPro wesentlich billiger in Neuseeland ist und wir schüttelten nur den Kopf. Insgesamt sparte ich ca. 1,000 NZ$ oder mehr aber hier hielt ich jetzt die Klappe, da ich einfach davon ausgehe, dass ich nicht besteuert werde auf was ich spare oder meine Verhandlungskünste oder Punktsammlung bei Yodobashi Camera. Wir bezahlten 309,30 NZ$. Die Steuer beträgt 15% in Neuseeland, das bedeutet, dass die Zollkontrolle von 2,000 NZ$ Kaufpreis ausgegangen ist, obwohl wir die Yen-Quittung vorlegten.... mmmh, dass ist wirklich nett.

XOX
Martine








New York Bar (Tokio)

Blick aus dem 52ten Stockwerk der New York Bar im Hyatt Hotel, Tokyo

Tokyo (martinemlr) uuuuh - Dieses Jahr überraschte mich mein Mann mit einer Nacht im Hyatt Hotel! Nachdem wir durch halb Japan reisten checkten wir am 26.12. im Hyatt Hotel ein, unser Raum, 48ter Stockwerk. Das größte Badezimmer auf unserer gesamten Reise :). Vielleicht erinnert sich der Eine oder Andere an den Film "Lost in Translation" aus dem Jahr 2003. Sofia Coppola gewann einen Oscar für das beste Originaldrehbuch. Scarlett Johansson und Bill Murray spielen die Hauptrollen in diesem sensiblen romantischen Film, in dem die Fremdheit von Tokyo durch die Verlorenheit der Hauptakteure dargestellt wird. Melancholie und Resignation bestimmen die Charaktere und dies verbindet beide.

Als ich den Film zum ersten Mal sah liebte ich die Szenen in denen Bob vom japanischen Regisseur ausführlich erklärt bekommt wie er den Whiskey bewerben soll. Die Übersetzerin fasst dies jedes mal in einem kurzen Satz zusammen. Dies erinnert mich an meinem Mann. Auch er fasst alles zusammen, gerade Gespräche mit seiner Mutter oder einem Kollegen. 

Schon immer wollten wir einmal im Hyatt Hotel übernachten aber die Preise für eine Übernachtung waren für uns bisher unerschwinglich. Doch in diesem Jahr konnten wir es uns endlich erlauben. Die Kinder waren unterwegs in die Schweiz zum Familienbesuch und ich wollte mit meinem Mann Japan erkunden. 1.5 Jahre in Neuseeland und endlich mal wieder nach Japan. Wir verbrachten insgesamt 3 Wochen in Japan und typisch japanisch plante mein Mann die Reise. Alle zwei, drei Nächte ging es woanders hin :) und eine Nacht davon im Hyatt und Besuch in der New York Bar. Die Überraschung war ihm gelungen und auch auf die Gefahr hin, dass ich hier Schleichwerbung betreibe, dass ist es mir Wert hiervon zu berichten. 


Platz am Fenster

Die Bar liegt im 52ten Stockwerk und hat einen wunderschönen Panorama Blick über Tokyo. Natürlich sind wir nur Otto-Normalverbraucher und an einen Platz am Fenster ist gar nicht zu denken. Wir erhielten einen Tisch mitten drin, bekamen Nüsse frei und hatten zwei Voucher über insgesamt 4,000 Yen in der Tasche, Gutschein vom Hotel. Ein Cocktail kostet so um die 2,000 Yen. Nachdem wir die Nüsse verspeist hatten und der 3-Mann Band lauschten entschlossen wir uns ein kleinen Happen zum Teilen für uns beide zu bestellen, gleichzeitig fragten wir, ob wir den nächsten freien Tisch am Fenster haben könnten. Nein! Sorry! Bei der Bestellung erwähnte mein Mann, dass ich eine Seafood Allergie habe und erschreckt schaute uns die Bedienung an, entschuldigte sich für einen Moment, kam zurück und lies uns wissen, dass die Nüsse mit Seafood (Geschmack?) waren und ob ich eine allergische Reaktion habe? Nein, die hatte ich nicht. 5 Minuten später bekamen wir den Tisch am Fenster.

Zur Unterhaltung spielte eine Jazz Band. Das Repertoire ging von Fly me to the Moon los, typisch und angenehm!


Blick aus Raum 4810 :)
Zimmer

Loved it und hier höre ich auf, zuviel Werbung zu privat :).

Ein Bild noch vom Yoyogi Park bei Nacht. 

Der grosse schwarze Fleck ist der Yoyogi Park in Tokio.


Wer Lust hat sich diese Bar näher anzuschauen der kann sich auf dieser Link informieren:


Ich hoffe dem Einen oder Anderen einen Tip für Tokio gegeben zu haben.

XOX
Martine