Sandy Bay mit Teens!


Das vergangene Wochenende war ein langes Wochenende, Montag war Tag der Arbeit und wir entschieden uns etwas zu unternehmen. Raus aus Christchurch. Neuseeland ist wirklich ein Traumziel für alle die gerne im Freien etwas unternehmen. Wir entschieden uns eine Tour mit dem Kayak zu buchen. Dafür mussten wir aber erstmal knapp 500 km in Richtung Norden mit dem Auto fahren.  Kayak gibt es auch in Christchurch aber wir wollten Tapetenwechsel für ein paar Tage. Freitag Abend war Abfahrt, natürlich gab es einen kurzen Stau als es Richtung Norden raus aus der Stadt ging aber nichts im Vergleich zu Tokyo. Nach wenigen Kilometern waren wir schon fast allein auf der Straße. Erst fing es mit einer  Autobahn an, die aber schnell in eine Landstraße wechselte. Die Straße war so uneben, dass wir manchmal über Unebenheiten regelrecht "flogen". Unsere Route sollte von Christchurch über Hanmer Springs nach Marahau gehen. 




HANMER SPRINGS

In Hammer Springs habe ich ein Chalet für vier Personen gebucht. Wir kamen um 19.30 Uhr an und an der Rezeption sagte man uns, dass die heißen Quellen nur bis 21.00 Uhr geöffnet sind. Das schafften wir locker und sassen bereits 15 Minuten später in der Quelle, die allerdings draußen lag. Das Wetter war ziemlich kalt für ein Bad draußen.

Meine Kamera konnte ich leider nicht mit ins Bad nehmen. Auch empfand ich es als komisch mein iPhone zu zücken und Fotos zu machen. Die heißen Quellen waren in einem Wasserpark angelegt. Wir hatten uns einen Familienpass gekauft, d.h. 50 NZD für vier Personen. Es gab Becken für Erwachsene und Kinder. Das irritierte mich total. Kinder läßt man im Wasser eigentlich nicht allein. Ich habe Teenager und da ist es nicht wirklich wichtig. Wir fühlten uns unwohl, zumal überall Pärchen sassen die aneinander hangen. Liegt wohl daran, dass in Japan niemand in der Öffentlichkeit Zärtlichkeiten austauscht. Schwimmsachen trugen alle aber einige waren in durchsichtigen Outfits unterwegs. Ich kannte dies von Deutschland aber meine Männer nicht…. lach!


Hanmer Springs ist wohl optimal für ein Pärchen Urlaub am Abend (ohne Kinder).

Als wir aus versehen in einem Pool für Erwachsene sassen, der tolle Massage Drüsen hatte wurde mein Kleiner gleich rausgeholt. Danach ging es in einen weniger beheizten langweiligen normalen Pool für Kinder.


ABENDESSEN

In Neuseeland findet man niemanden mit Kindern beim Abendessen. Nicht einmal mit Teenagern. Überall gibt es diese Pub/Restaurants wie in England. Ungern nehme ich meine Teens in eine Kneipe. Von Asien bin ich es gewohnt die Kinder immer um mich herum zu haben und wir gehen immer zusammen essen. Meistens sind die Pizza Restaurants gute Familien Restaurants. Es kam sogar eine zweite Familie in das Restaurant, Thailänder. 


ALKOHOLISCHE GETRÄNKE

Was mich hier total irritiert ist, dass Erwachsene mir immer wieder sagen, dass es erlaubt ist, Kindern im Beisein von Erwachsenen (einer Aufsichtsperson) Alkohol zu geben.  Eine Bekannte von mir kauft ihrem Sohn Bier (16 Jahre alt), damit er auf einer Party nicht die harten Sachen trinkt. Das kennen wir gar nicht von Tokyo oder dies ist an den Jungs vorbei gegangen.

Als wir auf einem Markt Wein einkauften und mein Mann diesen probierte, fragte man mich und ich verneinte weil ich fahren musste. Dann bot man unseren Kindern Wein an….. Als wir dankend ablehnten, meinte die Dame zu meinem 13-jährigen Sohn, dass er den Wein dann später Zuhause probieren sollte.

Ich war kurz davor, der Dame eine Predigt zu halten. Nicht zu glauben!


BERGROUTE NACH MARAHAU

Wir brachen am nächsten Tag um 6.00 Uhr auf. Leider hatten wir vergessen am Vorabend unseren Tank abzufüllen und die Tankstelle an der Ausfallstraße war geschlossen. Mit halben Tank ging es nach Marahau. 

Nach Hammer Springs kommt lange Zeit nichts mehr. Es geht rauf und runter, vorbei an steilen Hängen und vereinzelt sieht man ein Haus in der Einsamkeit. Viel Regen! Eine neblige und feuchte Fahrt durch die Berge. In Japan sind die Steinhänge normalerweise nochmals gesichert mit Stahlnetzen oder abgemauert. Hier in Neuseeland wird dies nicht gemacht. Es kommt also immer wieder zu Erdrutschen oder Steinschlägen. Auch gibt es nur vereinzelt Leitplanken, dafür aber aufregende Momente. Von Weitem kann man die abgeholzten Berge ausmachen und sieht die hellen Erdrutsch Stellen. Warum soviel abgeholzt wird kann ich nur vermuten, wahrscheinlich Brennholz.

Im September ist ein Pärchen von so einer Schlammlawine in den Abgrund gerissen worden als sie in einer stürmischen und regnerischen Nacht mit ihrem Wohnmobil durch die Berge fuhren. Dies geschah allerdings weiter südlich.


iPHONE VERBINDUNG

Ab Hanmer Springs gab es keine Verbindung mehr und wir konnten auch nicht mehr das iPhone Navi befragen. Dies war ein Problem, da unsere Tanknadel langsam Richtung LEER zeigte.


TANKSTELLE

Irgendwann kamen wir an eine Kreuzung die Spring Junction hieß und dort mussten wir warten bis die Tankstelle öffnete. 


MARAHAU

OMG! So schön und nach der Fahrt durch die nasse und neblige Bergwelt einzigartig. Ich bin ein totaler Fan. Dieser Ort ist winzig und liegt direkt an einem langen Sandstrand der Sandy Bay heisst. Von hier gibt es verschiedene Tages Touren. Wir haben uns für Kayak entschieden. Das Wasser war ruhig und es war ein schöner sonniger Tag. 


Watering Cove (B)
Watering Crove war unser Ausgangspunkt. Es ging mit einem Wasser Taxi dorthin und von hier paddelten wir zurück zur Sandy Bay (A). Gegenüber liegt die Adele Insel. Auf der Karte könnt ihr gut den Abel Tasman Nationalpark sehen. Dies ist der kleinste Nationalpark in Neuseeland.


Eigentlich sollten wir viele Robben auf der Adele Insel sehen aber wir entschlossen uns an der Küste entlang zu paddeln, da wir zum ersten Mal im Kayak sassen und noch etwas unsicher waren. Das Wetter ist nicht stabil in Neuseeland. Zumindest ist dies unsere bisherige Erfahrung. Knapp eine Stunde nach unserem Start wurde die See auch äußerst ungemütlich und wir waren froh näher an der Küste zu sein. Später nutzten wir die Böen aus und machten aus unserer Picknick Decke ein Segel. 

Unser Führer war sehr nett und erzählte uns viel über die Geschichte dieser Gegend. Ganz speziell woher der Name Abel Tasman kam. Abel Tasman war ein niederländischer Seefahrer der Neuseeland vor Kapitän Cook entdeckt hat. Allerdings setzte er keinen Fuss auf Neuseeland. Bei seiner Ankunft herrschte wohl gerade Krieg und ein paar Maori hatten sich am Strand versammelt. Um die Geschichte kurz zu machen. Die Maoris bliesen in ihre Kriegshörner und Abel Tasman antwortete mit einem Trompeten Konzert, nicht ahnend, dass dies eine Kriegserklärung ist. Es gab ein paar Tote und er nannte die heutige Golden Bay, Mörder Bay. Auf Wikipedia könnt ihr dies nochmals genauer nachlesen http://de.wikipedia.org/wiki/Abel_Tasman .

Wir hatten einen wunderschönen Tag und beobachteten viele Vögel die gerade ihre Eier ausbrüten oder sich in den Bäumen und Felsen tummelten. 5 Star Ferien!



NELSON

Diese Stadt liegt auch direkt am Meer und hier gibt es gute Restaurants und Einkaufszentren. Ähnlich wie Christchurch. Marahau hat mir aber besser gefallen. Wir hatten vor an der Küste entlang nach Christchurch zurück zu fahren. Daher wählten wir Nelson als unseren Übernachtungspunkt aus. 

Unsere Jungs wollten unbedingt etwas für ihr Adrenalin tun und wir buchten Sky Wire. Dies ist ein Flying Fox der mit bis zu 100 kmh über ein Tal hinwegrauscht. Das Tal ist das Happy Valley und auf Trip Advisor könnt ihr Euch die Beurteilungen anschauen. 



Das hat Spaß gemacht und ist für die ganze Familie geeignet, auch für Großmutter! Wer Höhenangst hat sollte lieber die Finger davon lassen. 

Wir sind Montag zurück nach Christchurch gefahren, diesmal an der Küste entlang. Es hat zwar genieselt aber ich persönlich empfand die Strecke wesentlich besser. 

In unseren Sommerferien wollen wir vielleicht nochmals nach Marahau fahren. Es hat uns so gut gefallen und es gibt noch soviel zu entdecken. So langsam packt mich auch das Neuseeland Fieber aber ihr werdet mich nicht auf einen Berg kraxeln sehen, da bin ich mir sicher.

Cable Bay (Happy Valley)


XOX

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