Yamanote Line in Tokio - Öffentliche Verkehrsmittel


Wenn man das erste Mal in Tokio ist, könnte es sein, dass einem das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs komplett erschlägt. Mein Tipp ist, sich Anfangs an der Yamanote Line zu orientieren. 


Selbstverständlich findet man englisch sprachige Karten aber es kann einem auch passieren, dass eine Station nur Kanji Karten angeschlagen hat. Dass sieht dann so aus:



Keine Panik, in Shibuya, ist eine zweite Karte in Romanji gleich daneben angeschlagen.

... so wie hier, rechts, die Kleine
Nun das ist erstmal beruhigend aber auch nicht wirklich, da es schwer ist einen Ort zu finden, den man sich schonmal gar nicht merken kann, dessen Schreibweise so fremd ist, dass man dreimal auf seinen Zettel schauen muss und man danach immer wieder von vorne anfängt auf der angeschlagenen Karte den Namen zu finden.

Bei meiner Ankunft in 2006 in Japan habe ich den totalen Horror bekommen. Ich konnte weder die Bahnlinien lesen, geschweige denn ein Kanji von dem anderen unterscheiden. 

ZURÜCK ZUM ZUG...

Der rote Pfeil zeigt an wo man sich befindet! Hier die Großaufnahme!

Schibuya

Das Kanji dazu sieht so aus:

Rechts das kleine Häuschen kann man sich gut merken!
Kanji lernt man indem man es als Bild sieht und seine Phantasie dazu
benutzt im Kopf auszumalen:



Was hier so kompliziert aussieht ist eigentlich der erste Hinweis und der erste Schritt um sich in Tokyo schnell zurechtzufinden. Denn nicht überall findet man Romanji Karten.
Die Yamanote Line ist der grüne Kreis und verbindet wohl alle wichtigen Touristen Attraktionen in Tokyo. Startet man von seinem Hotel, läßt man sich genau einzeichnen wo man ist und es ist ziehmlich einfach von irgend einem Punkt in Tokio wieder zurück zu finden. 



Unter dieser Karte befinden sich die Automaten um Fahrkarten zu erwerben. Doch der beste Tipp ist wohl sich als Tourist das JR Ticket zu kaufen. Hier kann man zwischen 7-, 14- und 21-Tagen wählen.


Trotzdem hier nochmal eine Übersicht wie man die Fahrkartenautomaten bedient:



- Oben rechts könnt ihr das hellblaue Feld mit dem Schriftzug "English" erkennen also ist es möglich dieses Gerät in englisch zu bedienen. 
- Suica Karte muß man nicht haben, nur Kleingeld oder Geldscheine (max. bis zu 10,000 Yen). 
- Oben links seht ihr eine Person, wenn ihr alleine reist hier klicken, darunter sind 2 Personen
abgebildet und dann wählt ihr dies aus usw..
- Das Schwierige ist das Ziel einzugeben und dafür schaut ihr bitte nochmals auf das Shibuya Bild. Über jede Station ist ein kleiner Betrag geschrieben und dies ist der Fahrpreis.
- Nachdem ihr auf die Personenzahl gedrückt habt, kommt ein Bildschirm auf dem ihr verschiedene Yen Beträge erkennen könnt. Einfach eingeben und bezahlen. Falls ihr partout die Station nicht finden könnt zu der ihr wollt, kann man einen angenommen Betrag eingeben. Sollte dies zuwenig sein, kann der fehlende Betrag bei der Endstation bezahlt werden, d.h. man geht zum Ausgangs/Eingangs-Schaffner und schiebt seine Karte rüber und bezahlt den Restbetrag.
- Zum Schluß erhält man ein Ticket. 


Der Eingang zu den Bahnsteigen, hier geht man durch die Tore mit den grünen Pfeilen und schiebt seine Fahrkarte rechts ein, am Ende erhält man die Fahrkarte wieder und benutzte diese beim Ausgang vom Ankunftsbahnhof. Bitte die Fahrkarte gut aufbewahren.

VON NACH ... ZIELBAHNHOF
Jeder Ausflug auf eigene Faust ist ein Abenteuer in Japan, zumindest für mich. Die Menschen sind unheimlich nett und wenn es möglich ist, wird einem immer geholfen. Also keine Angst!

Mein Tip:
Gut vorbereiten! Hier ist eine Webseite auf der man seine Reiseroute in Tokio oder weiter genau eingeben kann und hier erfährt man auch gleich die Preise:


Probiert Shibuya nach Harajuku!

FRAGEN
Nun etwas ist super leicht in Japan, das Fragen! Jede Station hat einen oder mehrere Schaffner, direkt am Eingang platziert. Wenn man in Shibuya steht und nach Harajuku fahren will und nicht weiß ob nun Gleis 1 oder 2, einfach den netten Herrn am Schalter fragen: "Harajuku" ... er antwortet entweder mit den Fingern weil man ein Gajin ist oder ruft stolz auf englisch die Nummer aus. Falls man das falsche Gleis nimmt, dann ist das auch egal, denn man fährt im Kreis.
Notfalls kann man seine Fahrkarte auch beim Schaffner kaufen.

IM ZUG

in Romanji

in Hiragana

VOLLER ZUG

Tunlichst vermeiden sollte man die Rushhour. Ist man trotzdem in der Rushhour unterwegs, dann tritt man folgendermaßen in den Zug:

1. Umdrehen
2. Rückwerts die Leute hinter einem in den Zug drücken :)
3. Blickkontakte vermeiden ....

In Yokohama bin ich einmal in der Rushhour nach Tokyo gefahren und dort wurde man von Schaffnern mit weißen Handschuhen in den Zug gedrückt. Nie wieder .....! Seitdem bin ich nie wieder während der Rushhour unterwegs gewesen...

KANJI

Hier noch ein heißer Tipp:

Wer ein iPhone oder iPad besitzt kann sich die folgende App bei iTunes runterladen und Kanji übersetzen lassen. Dies ist vielleicht nicht unbedingt für den Zug notwendig aber im Restaurant oder bei anderen Angelegenheiten.

imiwa

Ich hoffe den Einen oder Anderen mit diesem Artikel ein wenig beim Erkunden von Japan geholfen zu haben.

Kommentare

  1. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich in Tokio nie Probleme hatte, mich zurechtzufinden und das war lange bevor ich nach Japan gezogen bin und mein Japanisch gut genug war.

    ich finde das Zugsystem in Japan generell sehr übersichtlich und leicht zu verstehen! :)

    Und ja, wenn man kann, sollte man die Rush Hour vermeiden, aber nicht jeder kann sich das aussuchen! :/

    Ich weiß schon, warum ich nicht in einer großen Stadt, sondern auf dem Land lebe. *g*

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    1. Oje, ich hatten keinen blassen Schimmer von Japan!

      Nun ja, man waechst mit seinen Aufgaben.

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  2. Huhu^^
    Toller Beitrag :)
    Noch ein Tip für iphone oder ipad Besitzer. Tokyo Rail Map Lite.
    Da kann man wunderbar seine Routen planen oder schnell nachsehen wo genau eine Station liegt.
    Denn man kann auch nach Stationen suchen indem man den Namen eingibt und bekommt diese dann auf einem Plan angezeigt.
    Möchte man sich etwas außerhalb von Tokyo umsehen, kann man außerdem Railway Map nutzen. Aber hier sind die Stationen ausschließlich in Kanji geschrieben! Die Suche funktioniert trotzdem auch mit unserer Schrift und tippt man mit dem Finger auf eine Station, wird der Name auch nochmal in unserer Schrift angezeigt!
    Ich liebe diese Apps und benutze sie ständig^^

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  3. Total super Beitrag :)

    Sehr hilfreich, weil ich mich auf eine Tokio Reise vorbereite :D

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  4. Liebe Martine,ich kann dir gar nicht sagen wie froh ich bin das dies alles hinter mir liegt.Oh es war damals sicher noch einfacher ,vor allem habe ich mich immer nach der Farben der Linie gehalten,ich glaube das wäre heute nicht mehr möglich.Damals waren die Stationen nur in Kanji bzw.Hiragana geschrieben,heute ist das etwas besser mit Romanji.L.G.Edith.

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    1. Ja, ich muss sagen, ich brauchte lange die Hilfe von meinem Mann. Einmal bin ich in Traenen ausgebrochen weil ich irgendein einfaches Gewuerz nicht finden konnte weil ich es nicht lesen konnte. Schrecklich!

      Na ja, wir waren ja auch schon ein Jahr spaeter wieder weg aus Japan. :).

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  5. Gerade gefunden und sofort als Lesezeichen hinzugefügt.

    Ich habe gerade erst mit meinem Japanblog gestartet, vielleicht magst du ja auch mal rein schauen:
    http://kirschbluetenwunderland.blogspot.de/

    Bin am Mitte Feburar in Japan. =)

    LG, Die Kirschblütenfee

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  6. Ich bin ein großer Fan von der Suica Karte. Einmal kaufen, aufladen und gut ist's. Man muss nicht mehr mühsam raussuchen wieviel eine Fahrt kostet und sich auch nicht am Automaten anstellen :)

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    1. Ja, natürlich ist die Suica Karte super gut. 2000 Yen Deposit und aufladen. Wenn man nur in Tokio unterwegs ist, dann lohnt sich natürlich die JR Karte für Touristen nicht.

      Die JR Karte ist mehr für Urlauber gedacht, die kreuz und quer durch Japan reisen. Tokio Kyoto z.B.

      Danke!

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