Sankeien Park in Yokohama


Kyoto in Yokohama. Das ist der Sankeien Park. 


Anfang März steht der Pflaumenbaum oder Ume-Baum in Yokohama & Tokio in voller Blüte. Es wird auch als Aprikosenblüte bezeichnet. Es gibt verschiedene Arten von Ume Bäumen und diese sollen ihren Ursprung in China haben. Diese Bäume blühen nicht nur in weiß sondern auch in rosa.


Der Frühling hat begonnen!

SANKEIEN PARK

Gestern bin ich mit meinem Kleinen zum Yokohama Sankeien Park gefahren. Dieser Park wurde Anfang des 1900 Jahrhunderts von Sankei Hara San, einem erfolgreichen Seidenhändler, angelegt. Die Gesamtfläche beträgt 175,000 qm.

Karte


Ich liebe diesen Park. Die Eintrittsgebühr beträgt nur 500 円. Am Eingang erhält man eine englisch- sprachige Broschüre auf der die einzelnen Sehenswürdigkeiten im Park übersichtlich dargestellt sind. Hier geht es zur japanischen Webseite. Dort gibt es ebenfalls eine Link zur englisch-sprachigen Brochüre. http://www.sankeien.or.jp. Ein Auszug, die Parkanlage:






Kakushohaku - Ein Reet Dach

Teezeremonie im Sankei Memorial Haus für 500 円
Mein Tee mit Süßigkeiten

absolut liebenswert ...
Rinshunkaku - 1649 (Edo Period). Hier wohnte der erste Feudal Lord des Kishu Tokugawa. Diese Villa wurde  von Wakayama 1917 nach Yokohama versetzt. Das Haus stand damals am Kinokawa Fluß.

Innen Dekoration
Ein Treppenaufgang vor 400 Jahren. Die Wanddekorationen sind ebenfalls bewundernswert.


Ein Brautpaar, rechts
Rinshunkaku aus einer anderen Perspektive
Ein Wunschbrunnen
Choshukaku - Dieses Haus wurde 1623 vom dritten Shogun, Iemitsu Tokugawa, in der Nijojo Burg in Kyoto erbaut. Wahrscheinlich als Gartenhaus. Es ist wichtig dieses Haus zu erhalten weil es nur wenige Häuser dieser Bauart gibt. Von der Vorderansicht gesehen, versuchte der Baumeister die symmetrische  Balance so oft wie möglich zu vermeiden. 
Bambuswald - diese finde ich tagsüber wunderschön aber Nachts doch sehr gruselig!

Dreistöckige Pagode - Diese wurde 1914 vom Tomyoji Temple aus dem Dorfes Kamo im Kreis Soraku, Kyoto, hierher versetzt. Während der  Zeit des Kaiser Shomu (735) wurde der Tomyoji Temple gebaut. Man geht davon aus, dass die Pagode in der Muromachi Periode erbaut wurde, da es dem Stil dieser Zeit entspricht. Dies ist die älteste Pagode in der Kanto Region.

Detail Ansicht

Es lohnt sich nicht zum Shofukaku Observatory zu gehen, da einem dort die folgende Aussicht erwartet:

Yokohama Bucht mit viel Industrie
Mein Sohn beim Mittagessen. Soba und grünen Tee!
Haiku Gedicht von Kyoshi Takahamba aus dem Jahre 1933.
Pflaumen Hain








Kois
Zum Schluß noch einen Auszug aus der Broschüre. Die Sehenswürdigkeiten je nach Jahreszeit geordnet. 


Bis nächste Woche!

Hina-Matsuri - Mädchenfest


Dieses Fest wird am 3. März gefeiert und die Puppen werden bereits ab Mitte Februar ausgestellt. Noch am Abend des 3. März werden die Puppen wieder verstaut. Läßt man diese bis zum 4. März stehen, bedeutet dies, dass die Tochter des Hause spät heiratet. Das Bild habe ich bei einer Freundin gemacht. Sie ist Porzellan Malerin. Normalerweise hat jeder Familie, die eine Tochter hat, einen Satz Puppen oder mindestens ein Puppenpaar.

Hier ein Bild das die verschiedenen Stufen zeigt. Es gibt bis zu sieben Stufen. Von oben nach unten. Zur Zeit zeigt eine Ausstellung in Meguro Gajoen uralte Hina Puppen. Diese sind in verschiedenen Räumen ausgestellt und unterschiedlich angeordnet, je nach Region. In diesem Post beschreibe ich nur eine Methode. Die Ausstellung geht vom 25. Januar bis 03. März 2013. Leider war es nicht erlaubt innerhalb der Ausstellungsräume zu fotografieren.


Bild wurde in der Eingangshalle des Gajoen gemacht.





TRADITION

Diese Tradition stammt aus der Heian Period. Die Menschen glaubten, dass Puppen dazu fähig sind böse Geister festzuhalten. Ihr erinnert euch bestimmt an einen vorherigen Post indem ich ueber den Glauben meines Mannes berichtete, er glaubt auch daran. Ihm sind Puppen nicht geheuer. Ganz besonders meine huebsche Porzellanpuppe nicht. Die ist irgendwie bei all den Umzügen verschwunden, hmmm, wenn ich jetzt so darüber nachdenke....

Damals wurden Stroh Puppen in ein Boot gesetzt und auf nimmer Wiedersehen auf ihre Reise Flussabwärts geschickt und sie nahmen allen Ärger und böse Geister gleich mit. Gleichzeitig wurde für die Sicherheit von Kindern gebetet. Da sich diese kleinen Boote in den Fischernetzen verfingen, wurde dieser Brauch ein wenig verändert, damit es umweltfreundlicher ist. In einigen Gegenden in Japan, wie z.B. in Kyoto werden die Puppen in kleine Boote gesetzt und aufs Meer hinaus geschickt. Dort werden sie eingesammelt und zum Tempel zum Verbrennen gebracht.



In wieder anderen Gegenden in Japan werden diese Puppen nicht verbrannt sondern nur verstaut. So wie unsere Weihnachtsdekoration. Am Abend des 3. März werden diese Puppen wieder abgeräumt. Dies rührt von dem Aberglauben, wenn die Puppen am 4. März immer noch an ihrem Platz stehen bedeutet dies, dass die Tochter des Hauses (Familie) spät heiraten. Nicht auszudenken!

ESSEN

Auch für dieses Fest gibt es ein bestimmtes Essen.


Dies ist Sushi Reis mit Zucker, Essig, rohen Fisch, Eier, Pilzen und anderen Zutaten. Zuletzt wird   getrockneter Seetang als Dekoration darüber gestreut.

SHIROZAKE
Und natürlich wird ein besonders zubereiteter Sake serviert. Was wäre ein Festessen ohne Alkohol in Japan? So wie bei uns im Norden, hier ein Schnäpschen und da noch einen Lütten.

HINAARARE
Kleine Reiskekse die in mundgerechten Stücken serviert werden und mit Zucker oder Soja Soße gewürzt sind, je nach Region.

HISHIMOCHI
Diamanten förmige eingefärbte Reiskuchen.



AUFSTELLUNG DER PUPPEN DES HOFSTAATS

Hier gibt es verschiedene Regeln je nach Region. In der Kanto und Kansai Region werden diese Puppen je nach Level anders aufgestellt. Allerdings sind alle Puppen der Stufe gleich.

Das Podest der Aufstellung der Puppen nennt man Hina Dan. Ein roter Teppich wird von oben nach unten über die 7 Podeststufen gelegt und ein Regenbogenmuster erscheint entweder am Ende des Teppichs oder in einer Dekoration in der Nähe des Podest.

Oben im Bild ist das Regenbogenmuster an die Decke gehängt worden. 

1. OBERSTES PODEST
Hier werden zwei Puppen platziert. Das Kaiserpaar. Der Kaiser heißt Odairi-Sama und die Kaiserin Oheime-Sama. Der Kaiser hält einen Zeromnien Baton. Die Kaiserin hält einen Fächer. Daiiri heißt der Kaiser Palast. Hime heißt Prinzessin oder Mädchen. 



Normalerweise sitzen diese Puppen vor einem goldenen japanischen Wandschirm (Byoobu) zwischen grünen japanischen Garten Bäumen. Statt Bäume kann man auch kleine Stehlampen (Bonbori) und Papier Lampen (Hibukuro), welche mit Kirschblüten oder Pflaumenblüten Muster bespannt sind, an dessen Stelle setzen. 




Weiter wird die oberste Platform mit 2 Vasen die mit einen Pfirsich Zweig dekoriert sind zwischen die Figuren gestellt. Je ein Mochi Kuchen ist vor die Kaiserpuppen platziert. Dies hat wahrscheinlich die gleiche Bedeutung wie beim Neujahrsfest. Traditionell sitzt die männliche Puppe auf der rechten Seite. Heutzutage wird der Mann allerdings auf die linke Seite gesetzt.

2. PODEST 
Hier werden die drei Hofdamen hingestellt. Jede hält ein Sake Set. Die Hofdame auf der rechten Seite ist Nagae no Chooshi und sie ist die Dienstälteste Sake Behüterin/Inhaberin. Die Hofdame auf der linken Seite ist ihre Stellvertreterin und zweite Dienstälteste,  Kuwae no Chooshi. In der Mitte sitzt Sanpo, die Behütern der Sake. Zwischen den Damen kleine runde Tische mit Angeboten der Jahreszeit entsprechenden Suesigkeiten.



3. PODEST

Auf diesem sind fünf männliche Musiker zu sehen. Jeder hält ein Musik Instrument, außer dem Sänger. Der Sänger hält einen Fächer in der Hand.


Von links nach rechts:

1. Kleine Taiko Trommel, sitzt
2. Große Otsuzumi Trommel, steht
3. Kotsuzumi Hand Trommel, steht
4. Flötenspieler oder Yokobue, sitzt
5. Sänger, steht

(hier stimmt die Reihenfolge nicht im Bild)

4. PODEST

Hier stehen zwei Minister. Links steht der jüngere Minister auf der rechten Seite (vom Betrachter aus) steht der wesentlich ältere Minister. Manchmal werden die Puppen mit Pfeil und Bogen ausgestattet.
Zwischen den Puppen sind abgedeckte Schalen-Tische (o-zen) platziert, sowie diamanten-förmige Tische die mit diamanten-förmigen Reiskuchen dekoriert sind.



Links unterhalb der Minister steht ein Mandarin Orangen Baum und rechts ein Kirschblüten Baum.

5. PODEST

Zwischen den Pflanzen werden drei Helfer oder auch Samurais als Beschützer des Kaisers und der Kaiserin platziert. 

6. PODEST

Hier werden Gegenstände welche in der palastähnlichen Haushalt benutzt werden aufgestellt.

7. PODEST

Hier werden Gegenstände platziert die außerhalb des palastähnlichen Haushalt benutzt werden

ZUM SCHLUSS

Wie ich bereits vorher erwähnt habe: Die Ausstellung ist in Meguro.

Von Shibuya 2 Stationen entfernt!

Hier das Prospekt:





Meguro Gajoen

Die Ausstellung geht über 100 STUFEN in Hausschuhen!



Im Andenkenladen gibt es schöne Tücher zur Erinnerung! Vielleicht um ein Geschenk japanisch zu verpacken.



Hot Rod - Vielfältiges Japan


Japan ist bekannt für viele Traditionen, doch heute berichte ich über das modernere Japan. Das Japan, welches man nicht unbedingt täglich in Japan zu Gesicht bekommt. 

Ein Freund von mir besitzt einen Harley Shop in Yokohama und stellt auf der Hot Rod Ausstellung aus. Er lud mich im letzten Jahr zur Hot Rod Ausstellung ein. Die Razzle Dazzle Veranstaltung findet gerade auf einem Parkplatz in Yokohama statt.


Diese Ausstellung ist etwas ungewöhnlich, denn hier erblickt man eher den untypischen Japaner (sogar mit Tattoos & Mohawks !!). 

Hier meine Fotoshow!



Valentine's Tag in Japan



Dieser Tag wird anders gefeiert wie wir es von Deutschland gewöhnt sind. Die Frau beschenkt den Mann mit Schokolade. Es gibt keine Blumen für mich.



Als ich meinen Mann kennenlernte wartete ich vergebens am 14. Februar 2006 auf meine Blumen. Selbst am nächsten Abend gab es keine Blumen. Das machte mich sprachlos und ich dachte damals, dass Japaner ihrem Ruf gerecht werden, dass sie ihre Frauen nicht genügend wertschätzen :). Ausserdem, wie soll es auch anders sein, war er wohl doch nicht so verrück nach mir! Logische Schlussfolgerung (damals :)). Wahrscheinlich dachte er das Gleiche von mir, denn ich beschenkte ihn nicht mit Schokolade!

Ich möchte keine Schleichwerbung machen aber ich bin Schokoholiker. Meine Lieblingsschokolade in Japan ist "Go Diva"!





Für meine Söhne habe ich natürlich auch etwas parat:


Diesmal von Maxim`s!

Viele machen ihre eigene Pralinen. Die Läden bieten seit Wochen Schokolade und Dekorationen an.




NACHTRAG - Gelungene Überraschung -
14. Februar 2013

Gestern kam ich spät nach Hause nachdem ich mich mit Freunden getroffen habe. Das Valentine Geschenk für meinen Mann lag gut versteckt im Schrank. 

Wie schon ein paar Leser geschrieben haben, genau einen Monat später beschenken japanische Männer ihre Liebste. 

Als ich meine Bettdecke zurück schlug erwartete mich dies:



Ich habe mich so gefreut. Die Überraschung war gelungen!

Später fragte ich meinen Mann, ob er der einzigste Mann in der Warteschlange in Shinjuku war. Nein, anwortete er, da war noch einer. Ein Caucasier! Der Rest nur Frauen und er mußte ewig anstehen. 



Die Schulen, die meine Kinder im Ausland besuchten

Mein Großer und mein Kleiner (aka trouble body)


Schulen im Ausland

Heute plaudere ich ein bischen aus dem Nähkästchen und schreibe darüber wie ich meine Kinder im Ausland aufziehe.

Meine Söhne sind in Singapur geboren und die ersten sechs bzw. acht Jahre dort aufgewachsen. Wir sind damals nicht als Expats nach Singapur gekommen. Expat ist vielen ein Begriff aber für die, die nicht wissen was es bedeutet hier meine Definition. Firmen schicken ihre Arbeitnehmer ins Ausland weil diese dort Wissen vermitteln können oder aber eine Frima leiten sollen. Da diese Verträge meisten auf 2 oder 3 Jahre laufen, nehmen viele ihre Familien mit. Mitte der 90ziger Jahre waren es vorwiegend Männer die ins Ausland geschickt wurden. Um 2005 herum habe ich immer mehr asiatische Frauen in hohen Positionen kennen gelernt, die ebenfalls ihre Familie mitnahmen. 

   Normalerweise, hier spreche ich überwiegend von Amerikanern, da ich in Singapur so gut wie keine Deutschen kannte, vergütet der Arbeitgeber diesen "Aussendienst" recht gut. Das Folgende kann jeder Arbeitnehmer optional verlangen oder erwarten:

1. Höheres Gehalt, von bis zu 15,000 Euro im Jahr mehr.
2. Umzugskosten werden vom Arbeitgeber voll getragen.
3. Gehalt sollte vom Entsenderland bezahlt werden. In Deutschland hat dies z.B. den Vorteil, dass man weiterhin Kindergeld erhält. Rente usw.
4. Lebensversicherung
5. Wohnung oder Haus wird vom Arbeitgeber gestellt.
6. Krankenversicherung 
7. Einen bis vier Heimflüge, für die ganze Familie, im Jahr.
8. Evtl. anfallende Schulkosten werden von der Firma getragen.
9. Auto, evtl. 2. In Singapur haben die Amerikaner fast immer 2 Autos bezahlt bekommen. Bei den
Deutschen habe ich dies nicht mitbekommen. Kann aber sein.
10. Maid
11. Wohngegend - vielleicht mit security - gehobener Standard
12. Amerikaner haben damals noch die Club Mitgliedschaften bezahlt bekommen. 

Das hört sich jetzt erstmal super an, teilweise ist es wirklich toll aber was man nicht vergessen darf, ist, dass es ein enormer Stress für die Familie ist. Ausserdem lassen sich viele Expat nach ein paar Jahren scheiden. Der Grund liegt darin, zumindest zu meiner Zeit, dass Expat gut leben und dadurch sehr Attraktiv für die lokalen Mädels sind. Andere Gründe sind Heimweh der Frau, Depressionen im allgemein, Krankheit usw.. 

Ein anderer negativer Aspekt ist der, dass z.B. Mütter, die ihren Beruf in Deutschland aufgegeben haben um mit ihrem Mann ins Ausland zu gehen, sich in der Rolle einer "Volltags Mutter" in einem fremden Land wiederfinden. Als Mutter erhält man diese Jahre in Deutschland auf die Rente nicht anerkannt. Auch ist es fuer viele Muetter unheimlich schwer von Geschaeftsfrau auf Mutter umzusteigen. Jedenfalls war es unheimlich schwer fuer mich als ich nach Japan kam und plötzlich Hausfrau und Mutter war. Gefreut habe ich mich riesig, endlich konnte ich Zeit mit meinen Kindern verbringen aber alles unter einen Hut zu bekommen, was ich sonst von meiner "lieben Maid" verlangt hatte, war und ist nicht so einfach. 



Singapur und Schule 1998-2006
Beide Jungs sind zur lokalen Schule gegangen. Sie sind dort englisch unterrichtet worden. Ich konnte damals die Deutsche Schule nicht bezahlen. Wie gesagt, wir hatten kein Expat Package. Ausserdem hatte ich mich entschieden die Kinder englisch aufzuziehen und erstmal einsprachig weil mein Großer stotterte. 

Singapur verfügt über ein excellentes Schulsystem und innerhalb dieses Systems gibt es viele Unterschiede. Wichtig ist, dass man im Einzugskreis der Schule ist, in der man seine Kinder gerne hätte. Ist die Schule 2km oder 5km entfernt macht dies einen großen Unterschied, gerade dann, wenn man seine Kleinen auf die beliebte Chinese Catholic High schicken will. Nun ja, für mich kam diese Schule nicht in Frage. Zwar lernten beide Kinder Mandarin in der Schule bzw. Kindergarten, doch hatte mein Großer ein Problem mit Stottern und aus diesem Grunde schickte ich ihn auf eine Jungenschule, die als Hauptsprache englisch unterrichtete. St. Gabriel! Gleichzeitg war dies auch eine Schule die hervorragende Geschäftsleute hervorbrachte. Um im Einzelnen meine Entscheidung zu begründen müßte ich auf das Stottern meines Sohnes eingehen, dass kann ich gerne ein anderes Mal machen. Falls jemand Interesse hat, bitte schreibt. Dann verfasse ich einen Artikel. 

Ich habe meinen Großen bewußt auf eine Jungenschule gesetzt. Er hat
Probleme fließend zu sprechen und hier waren keine Mädchen,  die ja
bekanntlich den Jungen in diesem Alter ein Jahr voraus sind. Dann
hätte er sich vielleicht noch schlechter gefühlt. Durch eine bestimmte
Therapie hörte das Stottern bis zu seinem 10 Lebensjahr fast auf.


Mein Kleiner ging zu dem Zeitpunkt in den PAP Kindergarten. Erst hatte ich ihn in einem kirchlichen Kindergarten gesetzt aber mir gefiel die Einmischung der Kindergärtnerinnen nicht.  Auch wurde ich jede Woche dazu angehalten in die Kirche zu kommen und zu "SPENDEN". Eigentlich hatte PAP einen sehr schlechten Ruf in der Expat Gemeinde. Doch als eine chinesische Freundin von mir ihren Sohn ebenfalls in den Kindergarten setzte, schaute ich mir diesen genauer an und mir hat es gefallen. 

Damals wohnte ich in Serangoon Garden und der PAP Kindergarten war ganz in der Nähe.

Die Kinder waren sehr glücklich, bis auf ihre blonden Haare, die wollten Sie gerne gefärbt haben.  Ständig fasste irgend jemand ihre Haare an um ein bischen GLÜCK zu bekommen.

Was mich ein wenig störte an dieser Schule waren die eifrigen Chinesinnen, die jeden Erstklässler, der noch nicht lesen konnte, morgens von 7 bis 8, das Lesen beibrachten. Das war ein toller freiwilligen Dienst aber die Kommentare der Damen war unter aller Kanone. Mein Großer mußte sich anhören wie "dumm" er ist. Nun ja, ich sagte ihm, dass die Frauen es nicht besser wissen und nicht wissen wie gemein sich dies anhört. Von da an beschwerte er sich nicht mehr und er lernte auch schnell lesen. Doch bis heute darf ich nicht auf englisch das Wort STUPID sagen.

Die dicken Kinder, zu denen meine nicht gehörten, hatten es auch ein wenig schwer. Es gab einen FAT Club. Diese mussten immer eine Runde oder mehr laufen bevor sie ihr Pausenbrot essen durften auch wurde den Müttern genau aufgetragen was sie essen dürfen. Fand man etwas, dass Fett macht, wurde es weggeschmissen.


In Japan war mein Großer überrascht, da es Mädchen in der Schule gab.
Nun ging er auf ene gemischte Schule. Er kam mit dem Satz nach Hause: "Mama, da sind
Mädchen in der Schule!" und schaute mich fragend an, wie das denn
sein kann.


JAPAN 2006
Nachdem ich meinen zweiten Mann geheiratet hatte, überlegten wir uns, ob wir die Deutsche Schule in Tokyo Yokohama bezahlen konnten. Nun, es war viel Geld. Wir entschieden uns dagegen. Denn mein Mann ist Japaner und hier bekam er kein Expat Package. Als Deutsche hat man kein Recht auf deutsche Ausbildung für Deutsche Kinder. Wir rechneten auch damit für sehr lange in Japan zu bleiben.

Mein Kleiner in einem Meer aus Ponpons und Mädchen.


Wir schickten die Jungs auf die japanische Schule. Sie waren begeistert, obwohl sie kein japanisch sprachen. Kanji war kein Problem, da sie dies vom Mandarin her kannten. 

Die Lehrer bemüten sich so sehr ihnen japanisch beizubringen, unfassbar. Allein das Gruppenbild spricht Bände. Hier hat man sich die Mühe gemacht alle mit Nummern zu markieren und unter da sBild hat man die Namen geschrieben. 


Ich habe die Gesichter unkenntlich gemacht, da ich keine Genehmigung hatte um diese zu veröffentlichen.

1 Jahr später sprachen beide Jungs ganz ordentlich japanisch aber nicht perfekt. Zu verdanken hatten wir dies den fleißigen Lehrerinnen der Schule. 

Auch hier gab es negativ Aspekte aber nicht wirklich aus meiner Sicht. Mehr aus der Sicht meiner Kinder. Die Kinder essen in der Schule zu Mittag. Hier gibt es ein rotierendes System. Jede Klasse war einmal dran die Essensausgabe zu übernehmen. Das Ganze dann mit Mundschutz, Haarnetz, Schürze usw.. Ausserdem mußte das, was man sich auf den Teller tat auch aufgegessen werden. Das kannten meine Kinder noch nicht.

Gleich am ersten Tag war mein Großer beim Mittgessen mit seinem Essen fertig aber das Gemüse ließ er liegen. Die Lehrerin setzte sich neben ihn und befahl ihm alles aufzuessen. Er mußte sich übergeben weil er Gemüse hasste. Eine Woche später hatte er keine Probleme mehr damit, Gemüse zu essen.

Einmal die Woche oder am Tag? Ich bin mir nicht mehr so sicher, mußten die Kinder ihren Klassenraum putzen.

Der Schulleiter begüßte uns jeden Morgen am Tor, er begrüßte jeden Schüler jeden Morgen am Tor!

Es gab Tee Zeremonie Klassen und einen Schwertkampf mit Plastikstöcken für die Kinder.

DUBAI 2007-2010

In 2007 erhielt mein Mann den "Marschbefehl" nach Dubai zu gehen. Sobald er im Ausland arbeitet erhielt er ein Expat Paket. Da aber die Kinder nicht seine leiblichen Kinder sind, erhielt er keinen Zuschlag für die Schule. Doch japanische Firmen, so konservativ wie sie nunmal sind, arbeiten etwas langsamer und als wir schon ein halbes Jahr in Dubai waren erhielten wir die Frohe Botschaft, dass die Schule teilweise bezahlt wird.

Schulbus hinten - Ich habe eine Arbeitsgruppe angefuehrt um sicherere Busse anzuschaffen.
Heute hat die Schule Busse von Mercedes Benz.

Die Kinder wollten auf die japanische Schule gehen aber davon war weder ich noch mein Mann überzeugt. Japanisch in Japan lernen ist eine Sache aber japanisch im Ausland lernen ist eine Andere. Ich sah mich nicht im Stande die Kinder hier voll unterstützen zu können, da meine japanischen Kenntnisse nicht ausreichten um den Rundbrief der Schule lesen zu können. 

Ich wollte meine Kinder auf die englische Schule setzen. Mein Mann wollte sie auf die deutsche Schule setzen. Fuer ihn ist Deutschland das Beste was man sich vorstellen kann, wenn es zur Bildung kommt. Nun ja, inzwischen hat er seine Meinung auch etwas .... geaendert. Mein Ex wollte sich nicht einmischen, fand aber dass die Deutsche Schule besser ist. 

Nun sie kamen auf die Deutsche Schule. Beide Jungs sträubten sich mit Händen und Füßen. Besonders der Kleine. Nun mein Mann ging vor uns nach Dubai und ich erklärte meinem Großen, dass er auf die Deutsche Schule gehen wird. Er war nicht begeistert aber als er sich mit dem Gedanken angefreundet hat, verlangte er (damals 9 Jahre alt), dass er vor uns nach Dubai fliegt um so schnell wie möglich am Unterricht teilnehmen zu können. ALLEINE flog mein Großer 9-jähriger nach Dubai. Mein Mann holte ihn ab. Die Stewardessen von Emirates waren so angetan, dass sie ihn die letzten Minuten in der ersten Klasse mitfliegen ließen. Er hat heute noch das Foto an der Wand. 

Jeden Morgen wurde mein Mann und mein Großer von seinem Fahrer abgeholt, dieser fuhr ihn zu einer Schweizer Familie. Diese hat sich bereit erklärt meinen Sohn zu betreuen. Sie selbst hatten 3. Söhne. Abends holte mein Mann ihn wieder ab. Diese Familie brachte ihre Kinder und meinen Sohn zusammen in die Schule und am Nachmittag wurde gespielt. 

Es war unheimlich schwer für meine Kinder sich an die deutsche Mentalität zu gewöhnen. Als ich mit meinem zweiten Sohn 1 Monat später nachkam, kam dieser am ersten Schultag nach Hause und beschwerte sich bitterlich: "Mama, die sind alle so unhöflich wie Du!" 

Nun die Erfahrung mit der Deutschen Schule war schrecklich, auch für mich. Es gab einige gute Lehrerinnen aber es gab auch einige so unerfahrene Lehrer, die das Englisch meiner Söhne als Singlisch abtaten. Sie selbst wußten überhaupt nicht, was dieser Ausdruck bedeutete und schlossen aufgrund der Erfahrung mit einem singapuriansichen Taxifahrer, den sie am Flughafen getroffen haben, darauf, dass alle in Singapur so schlecht englisch sprechen. 

Hinzu kam unsere ungewöhnliche Ehe. Deutsch/japanisch! Eine Zusammensetzung, die zu Spekulationen in der Lehrerschaft aufforderte. Mein Großer stotterte und meine Kinder sprachen so gut wie kein deutsch zu diesem Zeitpunkt. 

Es war ein Spießrutenlauf!

Es gab 2x die zweite Klasse. Nach einem Jahr wurde mein Kleiner plötzlich in die Parallel Klasse versetzt, zusammen mit einem anderen Kind aus Uganda. Auf meine Nachfrage warum dies gemacht wurde, gab es keine vernünftige Antwort. 

Im Mathe Unterricht stand mein Sohn im ersten halben Jahr nur vor der Tür weil er störte. 

Die Lehrerin hat nicht mitbekommen, dass er nichts verstand im Unterricht weil sein Deutsch zu dem Zeitpunkt nicht gut genug war. Auch wurde ich nicht darüber informiert. Eine Mutter machte mich darauf aufmerksam. Mein Kleiner dachte das wäre normal. Auch bekam ich schnell mit, dass man als Mutter immer in der Schule sein mußte. 

Das i-Tüpfelchen war zum Schluß die Bewertung in Englisch. Ich bin mir nicht sicher wie groß der Wortschatz meines Sohnes war aber ein neues Kind kam in die Klasse. Nun dieses Kind sprach kein Wort Englisch. Dieses Kind bekam eine 2 in Englisch und mein Sohn eine 3. Als ich die Lehrerin darauf ansprach sagte sie: "Ihr Sohn spricht singlisch (mit einem bayrischen Akzent wohlgemerkt". Nun, das andere Kind war ein Kind von einem Diplomaten. Go figure, lah!

In der Klasse meines Großen war ein Lehrer, der sehr streng war. Ich empfand das als nicht so schlimm. Doch eines Tages kam mein Sohn nach Hause und erzählte mir, wie in den verschiedenen Ländern der Erde die Todesstrafe durchgeführt wird. Mein Großer: "Mama, wußtest Du, dass in Indonesien die Verbrecher erschossen werden?". Ich war in Panik und dachte nur, wie was, habe ich wieder nicht aufgepasst was die Jungs sich im Fernsehen angeschaut haben? Damals war er in der vierten Klasse. Nun, ein paar Tage später wurde ich von den anderen Müttern aufgeklärt. Dies gehörte zum Mathe Unterricht.

Ich hatte ihn bewusst eine Klasse runter gesetzt, da sein Deutsch nicht gut genug war. 

Ein anderes Mal kam er nach Hause und erzählte, dass ein lebendes Kücken einen Falken verfüttert wurde. Die gelbe Masse die rauskam war so eklig!

An einem Elternabend kam ein Vater mit seinem Leoparden.

Ja ... Wir hatten soviele Charaktäre in Dubai, dass ich mich entschied meine Söhne nach Sharjah auf die Schule zu setzen. Viele verließen zu diesem Zeitpunkt die Deutsche Schule Dubai. Der ugandische Freund, mit dem mein Sohn von der "besseren Klasse" ausgesondert wurde, verließ ebenfalls die Deutsche Schule in Richtung Sharjah. Inzwischen waren die Beiden dicke Freunde.

Hier habe ich den Freund meines Sohnes unkenntlich gemacht!

Sharjah war für uns attraktiv, da dort viele Eltern Selbstzahler waren und ich mußte mich nicht mehr um die Politik der "REICHEN DEUTSCHEN EXPATS" kümmern. Das war so ein Stess. Ausserdem war mein Kleiner "TERRIFIED" von seiner roten Zora Lehrerin. In Asien laufen die Lehrerinnen nicht mit so großen Brüsten herum und erschlagen Kinder damit (ironisch gemeint).

SHARJAH 

In Sharjah war von Anfang an alles sehr relaxt. Die Lehrer waren super und wir hatten keinen Ärger. Ich fing sogar an viele Kontakte zu knüpfen und mein Vertrauen wuchs. Noch heute spreche ich ab und zu mit den Müttern von damals. Alle waren sehr "Down to Earth". Wir hatten soviel Spass und mit jedem Monat in dem wir uns zusammen mit unseren Kindern trafen, wuchsen wir mehr zusammen. Langsam wurde es genauso schön wie in Singapur.





Der Nachteil war  die lange Anfahrtszeit und wir zogen von den Greens nach Mirdif. 

Damals gab es super Mega Staus nach Sharjah. Ich weiss nicht wie es heute ist. 

Mein Mann mußte leider immer nach Abu Dhabi aber mit einem Fahrer war dies nicht ganz so stressig für ihn.

In 2010 erhielten wir kurzfristig die Information von der japanischen Firma, dass wir Dubai verlassen müssen und nach Japan zurück kehren. Das machte uns sehr traurig, da wir inzwischen sehr glücklich hier waren. 

Ich habe also die Schule informiert. Der Klassenlehrer meines älteren Sohns war ein super Lehrer. Total nett, einfach großartig.

Was ich aber nicht mitbekommen habe, nun ja, ein bischen am Rande, war die Tatsache, dass eine Deutsch Lehrerin wohl auf dem Kriegspfad mit mir war. Irgendwie ticke ich deutsche Lehrerinnen auf!

Huch!

Es gab eine Lehrerkonferenz und in dieser hat diese Dame darauf bestanden, dass man die Deutsche Schule in Tokyo Yokohama anruft und denen mitteilt, dass mein Großer nicht auf das Gymnasium gehen darf !!!

Als diese Lehrerin sich von meinem Großen Sohn verabschiedete sagte sie: "... dass würde mir nicht gefallen nach Japan zu gehen, schlimm"

Nun, ein Lehrer informiert mich über den Beschluss der Konferenz. Dieser Lehrer war so empört über diese Forderung. Mich wunderte inzwischen gar nichts mehr mit Deutschen Schulen und es war mir egal. Was war hier der Antrieb der Lehrerin? Eifersucht, mmh! Best Bodies mit der roten Zora? Vielleicht! Sie hatte auf jeden Fall einen häßlichen Charakter und solche Menschen sollten nicht Lehrer werden. Vielleicht Gefängnisdirektorin!

Als wir nach Japan kamen, hatten wir einen Tag um ein Haus zu suchen und kurz in der Schule vorbei zuschauen. Danach sind wir weiter nach Singapur geflogen, da wir unsere alten Freunde wiedersehen wollten. Der Lehrer der uns damals begrüßt hat, informierte uns darüber, dass die Schule in Sharjah angerufen hat und zog die Augenbraue hoch. Ich sagte nur, nun ja, mein Sohn hat noch ein Jahr um zu beweisen, dass er auf das Gymnasium gehört oder nicht.

Er sah das wohl auch so!

TOKYO

Deutsche Schule in Tokyo Yokohama hatte einen guten Ruf. Ich hatte eigentlich gute Erfahrungen in Sharjah gemacht und hatte die schreckliche Atmosphäre in der Deutschen Schule Dubai schon komplett vergessen.

Zurück in Japan bedeutete das für uns, dass wir nicht mehr Expats waren. Wir mußten also die folgenden Gebühren aufbringen:

Aufnahmegebühr für zwei Kinder:                       1,030,000 Yen (ein Kind 515,000Y)
Schulgebühr für zwei Kinder im Jahr:                  2,760,000 Yen (ein Kind 1,380,000)
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                                                                             2,790,000 Yen

Durch den Auslandsaufenthalt kann man normalerweise gut sparen aber Dubai ist teuer. Wie auch immer, wir wollten nicht noch einmal das Schulsystem wechseln. Gerne hätte ich meine Kinder auf eine englische Schule gesetzt. Denn viele meiner lieben Freunde hatten ihre Kinder von der deutschen Schule Dubai genommen und auf englische Schulen gesetzt. Durch das IB Programm war es egal, denn damit kann man in Deutschland studieren. Viele waren so viel glücklicher! 

Heiratet man als Deutsche einen Japaner, ist es fast unmöglich die Kinder auf die Deutsche Schule zu setzen. Außer er ist vermögend oder man selbst hat Geld! Andersrum ist es einfacher. Die Halfs, wie man sie hier nennt, sind fast ausschließlich von Deutschen Männern, die mit einer Japanerin verheiratet sind. Diese sind auch meistens entsendet. Leider können japanische Mütter die deutsche Kultur nicht so weitergeben wie deutsche Frauen. Das ist die Downside. Es gibt keine Initiative deutschen Kindern japanisch beizubringen, ausser dem Vorzeigekurs, der aber wenig bringt. Es muss also privat organisiert werden. Noch mehr Geld investieren..... 

Deswegen sehe ich es heute nicht mehr als so wichtig an meine Kinder auf eine Deutsche Schule zu setzen. Es gibt Für und Wider wegen der Sprache, der Rechtschreibung etc.. Doch in Deutschland studieren soviele von Auswärts, die Deutsch als zweite Sprache gelernt haben. Aus diesem Grunde denke ich, ist es nicht wirklich notwendig, gerade dann, wenn beide Elternteile deutschstämmig sind. 

Weiter geht`s mit der Erzählung

Doch schnell wurde ich wieder in die Wirklichkeit zurück befördert. Gleich in den ersten 3 Monaten war es so chaotisch. Meine Söhne wollten unbedingt wieder japanisch lernen. Der Test ging voll nach hinten los weil wir in den vergangen Jahren deutsch lernten und japanisch vernachlässigten. Nach ein paar Wochen fiehl der Lehrerin aber immer noch nicht auf, dass die Kinder wesentlich besser japanisch sprachen wie die Neuankömmlinge aus Deutschland. Daraufhin schrieb ich eine Email an sie. Das Ergebnis war, dass meine Kinder weiterhin im Anfängerkurs waren. Ich beschwerte mich! Endlich wurde der Große höher gesetzt. An japanisch Muttersprache war gar nicht zu denken. Hier mischte sich eine deutsche Lehrerin ein die ein "Expert" in Sachen Sprachen ist. Beim Meeting legte ich die japanischen Zeugnisse vor und die wurden vom Tisch gewischt. Wie konnte ich es wagen mit zwei Kindern aufzutauchen die drei Sprachen sprechen? Wieder wurde ich auf singlisch verwiesen, ..... ernsthaft? Waren die schonmal in Neuseeland? Wie war es da mit dem englisch..... oder in Australien .... oder in Amerika. 

Mein Großer wollte auf einmal kein japanisch mehr machen. Zu laut in der Klasse und man lernte nichts. Also gab er auf. Mein Kleiner sagte er will kein englisch mehr sprechen weil er nicht gut ist. usw..... aus japanisch wollt er auch raus, er sprach nur noch deutsch am Abendtisch. Mein Mann musste ihn immer wieder daran erinnern, dass er kein deutsch spricht und nichts versteht.

.... meine Kinder verloren ihr Selbstbewußtsein! 

Dann hatte ich als nächstes die Französisch Lehrerin am Hals. Mein Großer könnte keine Grammatik. Ich klärte sie dann erstmal auf, dass er sehr wohl die Grammatik beherrsche, nur spricht er nicht fließend weil er stottert. Das heißt aber nicht, dass er keine Grammatik kann. Zu dem Zeitpunkt war ich ziemlich krank, ein paar Wochen später wurde ich dann auch operiert. Also bot ich ihr an, dass sie dies bitte mit meinem Mann besprechen könnte. Sie weigerte sich! Sie haßte Japan. 

Ich könnte nun spekulieren, warum die Lehrerschaft so aufgebracht ist und darauf besteht meine Kinder so klein wie möglich mit Hut zu machen aber das überlasse ich der Vorstellungskraft des Lesers.

Mein Kleiner wurde Anfangs des nächsten Schuljahres wieder aus seiner Klasse gezehrt. Ich dachte nur: "Nein, dass kann doch nicht wahr sein!!!!!!"

Eine japanische Mutter sagte mir, dass ihr Sohn in der anderen Klasse ist weil er ein "KANN KIND" ist. 

Mein Sohn gehörte nicht zu den "KANN KINDERN", obwohl er innerhalb von 2.5 Jahren fließen Deutsch sprach ohne Akzent! 

Für mich hörte sich die KANN INITIATIVE wieder nach einer REICHEN INITIATIVE an. Irgendein Vater hatte die Schule gedrückt weil er für ein große Firma arbeitete, wenn nicht dann KANN! (Können Spendengelder gestrichen werden). Nun, ich habe keine Beweise und VERMUTE dies nur!

In dem gleichen Schuljahr gab es das große Erdbeben von Tohoku und hier kann ich nur positives von diesem Tag von der Schule erzählen. Aber wie es nunmal ist, dass hielt nur einen Tag an, danach waren alle weg ohne eine Nachricht zu hinterlassen. Na ja, ihr könnt euch den Bericht vom großen Erdbeben durchlesen.

Mein Großer ist inzwischen zwei Jahre an der Schule und ich möchte hier nicht schreiben, ob es ihm in der Schule gefällt oder nicht. Das machen wir dann, wenn wir nicht mehr auf die Schule angewiesen sind. Man kann sich ja vorstellen wie sich jemand fühlt dessen Bruder von der Schule geschmissen wurde. ....

In der Klasse meines Großen gibt es ca. 18 Halfs und 3 oder 4 Deutsche. Es wird viel japanisch in der Pause gesprochen, da kann er nicht mitreden. Sollten wir in ein anderes Land gehen, wird er wieder anfangen japanisch zu lernen.

Mein Kleiner lernt japanisch ausserhalb der Schule. Er lernt schnell Sprachen. Schneller als mein Großer.

DEUTSCHLAND

Die Deutsche Schule wurde nach dem großen Erdbeben geschlossen. Es gab kein Schulgeld zurück. Vom 11. März bis in die zweite Woche in den Mai hinein gab es nichts und wir mußten auf eigene Kosten das Land verlassen. Unterkunft zahlen usw.. Als Expat ist das recht gut, die deutschen Firmen haben sich gut um ihre Leute gekümmert aber als Zugeheiratete schaut man in die Röhre und kann selbst sehen wie man seine 7 Sachen über den großen Teich bringt. Die Botschaft hat natürlich auch nicht geholfen. Pustekuchen!

Wir sind in Berlin gelandet bei meiner Tante zweiten Grades. Dort ging es in die Charles Dickens Schule. Es gibt einen englischen und einen deutschen Zweig an dieser Schule.

Meine Söhne wurden in den englischen Zweig wegen ihres guten Englisch gesetzt .... Diesmal erwähnte ich nicht, dass wir in Singapur gelebt haben. Es fiehl auch keinem auf .... mmmhhhhhh!

Die Schule ist gut!

Aber auch hier gab es eine bekloppte Lehrerin die einen Film mit den Kindern drehte über ein Schulmassaker! Die Kinder liefen mit Spielzeug Pistolen und Maschinen Gewehren herum und knallten ihre Mitschüler ab, ein paar Lehrer sind auch draufgegangen. Den Film habe ich heute noch.

Ich hatte meinen Kindern nie eine Spielzeugpistole gekauft und nun das ...!

Als ich einen RA einschaltete und wir die zuständige Behörde anschrieben erhielten wir einen Brief zurück der sagte, dass wir die anderen Eltern der Klasse verklagen sollten weil diese ihre Einwilligung gegeben haben. Keiner der Eltern wußte, dass das "SO" ein Film werden wird.

Theoretisch könnte ich den Film runterladen aber zum Schluß wird sowieso kein Lehrer zur Verantwortung gezogen und den Schaden tragen die Kinder.

DER RAUSSCHMISS 

Mein Kleiner wurde im letzten Sommer von der Deutschen Schule Tokyo Yokohama geschmissen und seit September 2012 macht er homeschooling. Wie es dazu kam schreibe ich im nächsten oder übernächsten Blog.

Dies ist/war sensationell und ist sehr unterhaltsam. Erstmal die Story was die Jungs angestellt haben und dann die Story was die Lehrer fertig gebracht haben. Holy Shitball! 

In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes Wochenende! Fortsetzung hier




Yamanote Line in Tokio - Öffentliche Verkehrsmittel


Wenn man das erste Mal in Tokio ist, könnte es sein, dass einem das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs komplett erschlägt. Mein Tipp ist, sich Anfangs an der Yamanote Line zu orientieren. 


Selbstverständlich findet man englisch sprachige Karten aber es kann einem auch passieren, dass eine Station nur Kanji Karten angeschlagen hat. Dass sieht dann so aus:



Keine Panik, in Shibuya, ist eine zweite Karte in Romanji gleich daneben angeschlagen.

... so wie hier, rechts, die Kleine
Nun das ist erstmal beruhigend aber auch nicht wirklich, da es schwer ist einen Ort zu finden, den man sich schonmal gar nicht merken kann, dessen Schreibweise so fremd ist, dass man dreimal auf seinen Zettel schauen muss und man danach immer wieder von vorne anfängt auf der angeschlagenen Karte den Namen zu finden.

Bei meiner Ankunft in 2006 in Japan habe ich den totalen Horror bekommen. Ich konnte weder die Bahnlinien lesen, geschweige denn ein Kanji von dem anderen unterscheiden. 

ZURÜCK ZUM ZUG...

Der rote Pfeil zeigt an wo man sich befindet! Hier die Großaufnahme!

Schibuya

Das Kanji dazu sieht so aus:

Rechts das kleine Häuschen kann man sich gut merken!
Kanji lernt man indem man es als Bild sieht und seine Phantasie dazu
benutzt im Kopf auszumalen:



Was hier so kompliziert aussieht ist eigentlich der erste Hinweis und der erste Schritt um sich in Tokyo schnell zurechtzufinden. Denn nicht überall findet man Romanji Karten.
Die Yamanote Line ist der grüne Kreis und verbindet wohl alle wichtigen Touristen Attraktionen in Tokyo. Startet man von seinem Hotel, läßt man sich genau einzeichnen wo man ist und es ist ziehmlich einfach von irgend einem Punkt in Tokio wieder zurück zu finden. 



Unter dieser Karte befinden sich die Automaten um Fahrkarten zu erwerben. Doch der beste Tipp ist wohl sich als Tourist das JR Ticket zu kaufen. Hier kann man zwischen 7-, 14- und 21-Tagen wählen.


Trotzdem hier nochmal eine Übersicht wie man die Fahrkartenautomaten bedient:



- Oben rechts könnt ihr das hellblaue Feld mit dem Schriftzug "English" erkennen also ist es möglich dieses Gerät in englisch zu bedienen. 
- Suica Karte muß man nicht haben, nur Kleingeld oder Geldscheine (max. bis zu 10,000 Yen). 
- Oben links seht ihr eine Person, wenn ihr alleine reist hier klicken, darunter sind 2 Personen
abgebildet und dann wählt ihr dies aus usw..
- Das Schwierige ist das Ziel einzugeben und dafür schaut ihr bitte nochmals auf das Shibuya Bild. Über jede Station ist ein kleiner Betrag geschrieben und dies ist der Fahrpreis.
- Nachdem ihr auf die Personenzahl gedrückt habt, kommt ein Bildschirm auf dem ihr verschiedene Yen Beträge erkennen könnt. Einfach eingeben und bezahlen. Falls ihr partout die Station nicht finden könnt zu der ihr wollt, kann man einen angenommen Betrag eingeben. Sollte dies zuwenig sein, kann der fehlende Betrag bei der Endstation bezahlt werden, d.h. man geht zum Ausgangs/Eingangs-Schaffner und schiebt seine Karte rüber und bezahlt den Restbetrag.
- Zum Schluß erhält man ein Ticket. 


Der Eingang zu den Bahnsteigen, hier geht man durch die Tore mit den grünen Pfeilen und schiebt seine Fahrkarte rechts ein, am Ende erhält man die Fahrkarte wieder und benutzte diese beim Ausgang vom Ankunftsbahnhof. Bitte die Fahrkarte gut aufbewahren.

VON NACH ... ZIELBAHNHOF
Jeder Ausflug auf eigene Faust ist ein Abenteuer in Japan, zumindest für mich. Die Menschen sind unheimlich nett und wenn es möglich ist, wird einem immer geholfen. Also keine Angst!

Mein Tip:
Gut vorbereiten! Hier ist eine Webseite auf der man seine Reiseroute in Tokio oder weiter genau eingeben kann und hier erfährt man auch gleich die Preise:


Probiert Shibuya nach Harajuku!

FRAGEN
Nun etwas ist super leicht in Japan, das Fragen! Jede Station hat einen oder mehrere Schaffner, direkt am Eingang platziert. Wenn man in Shibuya steht und nach Harajuku fahren will und nicht weiß ob nun Gleis 1 oder 2, einfach den netten Herrn am Schalter fragen: "Harajuku" ... er antwortet entweder mit den Fingern weil man ein Gajin ist oder ruft stolz auf englisch die Nummer aus. Falls man das falsche Gleis nimmt, dann ist das auch egal, denn man fährt im Kreis.
Notfalls kann man seine Fahrkarte auch beim Schaffner kaufen.

IM ZUG

in Romanji

in Hiragana

VOLLER ZUG

Tunlichst vermeiden sollte man die Rushhour. Ist man trotzdem in der Rushhour unterwegs, dann tritt man folgendermaßen in den Zug:

1. Umdrehen
2. Rückwerts die Leute hinter einem in den Zug drücken :)
3. Blickkontakte vermeiden ....

In Yokohama bin ich einmal in der Rushhour nach Tokyo gefahren und dort wurde man von Schaffnern mit weißen Handschuhen in den Zug gedrückt. Nie wieder .....! Seitdem bin ich nie wieder während der Rushhour unterwegs gewesen...

KANJI

Hier noch ein heißer Tipp:

Wer ein iPhone oder iPad besitzt kann sich die folgende App bei iTunes runterladen und Kanji übersetzen lassen. Dies ist vielleicht nicht unbedingt für den Zug notwendig aber im Restaurant oder bei anderen Angelegenheiten.

imiwa

Ich hoffe den Einen oder Anderen mit diesem Artikel ein wenig beim Erkunden von Japan geholfen zu haben.